Ermittlungen bei chemischen Einwirkungen

Grafik: Mann mit Lupe

Bild: Thomas Jansa, fotolia

Eine Vielzahl von Quellen können Luftverunreinigungen in Innenräumen hervorrufen. Neben den Materialien, der Möblierung und Reinigungs- und Pflegemitteln ist vor allem der Mensch selbst zu berücksichtigen. Er gibt durch die Atmung Kohlendioxid, körpereigene Geruchsstoffe sowie Bakterien und Viren an die Raumluft ab. Auch beim Schwitzen gehen Substanzen in die Umgebungsluft über. Benutzt man Deodorants, so erhöhen deren Inhaltsstoffe zum Beispiel den Anteil an flüchtigen organischen Verbindungen in der Luft. Haarausfall und Hautabschilferungen tragen zur Staubentstehung bei. Daneben sind weitere Emissionsquellen nicht nur EDV-Geräte, Kopierer und Drucker sondern auch die ganz normalen Büroartikel wie Papier, Stifte, etc.

Abhängig vom Ergebnis der Ermittlungen ist über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Lässt sich der Verdacht auf Gefahrstoffexpositionen nicht bestätigen, sind andere Ursachen für die Beschwerden zu suchen. Erhärtet sich der Anfangsverdacht, dass Gefahrstoffe in der Luft am Arbeitsplatz vorliegen, können basierend auf den Ermittlungsergebnissen gezielte Gefahrstoffmessungen veranlasst werden. Vielfach können auch ohne Gefahrstoffmessungen allein aufgrund der Ermittlungsergebnisse Entscheidungen über erforderliche Maßnahmen (z. B. Sanierung) getroffen werden.