Lärm

Frau hält sich die Ohren zu

Bild: cschirra, fotolia

Lärm ist ein unerwünschtes Geräusch, das zu einer Belästigung, Störwirkung, Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit, besonderen Unfallgefahren und Gesundheitsschäden führt. Hinter dieser allgemein gültigen Definition verbirgt sich eine Vielzahl von Auswirkungen, die eine Lärmeinwirkung auf den Menschen haben kann. Sie werden unterschieden nach auralen und extraauralen Wirkungen des Lärms.

Unter der auralen Wirkung des Lärms versteht man die vorübergehende Vertäubung oder irreversible Schädigung des Gehörs, die durch eine längerfristige Lärmbelastung mit hohen Schalldruckpegeln oder auch durch ein einzelnes extremes Schallereignis (z. B. einen Knall) verursacht wird. Die aurale Wirkung des Lärms ist nicht vom subjektiven Empfinden der Betroffenen abhängig.

Unter den extraauralen Wirkungen des Lärms werden alle anderen Wirkungen verstanden, wie zum Beispiel die Beeinträchtigung der Sprachverständigung und Konzentrationsfähigkeit, aber auch Körperreaktionen wie Stress und Herzkreislaufreaktionen. Zumindest teilweise sind die extraauralen Wirkungen des Lärms auch von der subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen abhängig.

Bei der Beurteilung von Lärm am Arbeitsplatz sind sowohl die auralen als auch die extraauralen Wirkungen zu berücksichtigen.

An Innenraumarbeitsplätzen können neben der möglichen Geräuschemission von Bürogeräten auch Gespräche unter Kolleginnen und Kollegen sowie Telefongespräche zu einer störenden Belastung der übrigen Personen im Raum führen. Die Sprachgeräusche sollten durch Abschirmungen und Verringerung der Schallreflexion – beispielsweise an Decken, Wänden und Fenstern – gemindert werden.

Um die Wirksamkeit von entsprechenden raumakustischen Maßnahmen hörbar zu machen, bietet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine Internetseite zur Auralisation der Situation in Abhängigkeit von der akustischen Gestaltung von Büroräumen an. Diese Simulation von Geräuschbelastungen kann von einem PC mit Internetbrowser wiedergegeben werden. Sie ist von besonderem Interesse für Architektur- und Bauingenieurbüros sowie diejenigen, die Büroräume und -arbeitsplätze planen und einrichten.

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Ansprechpartner

Dr. Florian Schelle

Fachbereich 4: Arbeitsgestaltung, Physikalische Einwirkungen

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