IFA-Prüfstelle für Strahlmittel

Röntgendiffraktometer

Röntgendiffraktometrische Analyse des Quarzanteils von Proben, Bild: IFA

Grundlage der Prüfung von Strahlmitteln ist die BGR 500 "Betreiben von Arbeitsmitteln", Stand April 2008. In Teil 2, Kapitel 2.24 (bisher BGV D26), Abschnitt 3.2 dieser Vorschrift sind maximale Gehalte an gefährlichen Stoffen in Strahlmitteln festgeschrieben. So darf die Summe der Anteile von Antimon, Blei, Cadmium, Zinn, Arsen, Beryllium, Kobalt, Nickel und deren Verbindungen sowie Chromaten 2 Masse-% nicht übersteigen. Weiterhin darf die Summe der Anteile von Arsen, Beryllium, Kobalt und Nickel und deren Verbindungen sowie Chromaten 0,2 Masse-% nicht übersteigen und die Anteile von Beryllium, Kobalt, Cadmium und deren Verbindungen sowie Chromaten im Einzelnen dürfen nicht mehr als 0,1 Masse-% betragen. Der maximale Anteil von silikogenen Komponenten (Quarz, Cristobalit, Tridymit) ist auf 2 Masse-% festgelegt worden.

Die analytische Bestimmung der Komponenten erfolgt im IFA mittels ICP-Massenspektrometrie, Photometrie und Röntgendiffraktometrie (siehe Bild). Für die Prüfung werden mindestens 500 Gramm des Strahlmittels aus aktueller Produktion benötigt. Hilfreich sind auch weiterführende Unterlagen über die stoffliche und chemische Zusammensetzung des Strahlmittels.

Folgende Arten von Strahlmitteln wurden in den letzten Jahren im IFA untersucht: Schlacke (Schmelzkammer-, Metallhütten-, Hochofen-, Kesselschlacke), Ganatsand, Siliciumcarbid, Korund (Normal-, Edel-, Elektrokorund) Korund + Siliciumcarbid, Korund + Mullit, Stahldrahtkorn, Stahlguss, Hartguss, Glas (Glasperlen, gemahlenes Fensterglas), Glas und mineralische Komponente, Kunststoffgranulate, Keramische Granulate, Basaltsand, Bauxit, Natriumhydrogencarbonat, Schmelzguss auf Zirkonoxidbasis, Regenerate verschiedener Strahlmittel.