Insektizide

Insektenspraydose

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Einsatz von Insektenspray
Bild: Schlierner, fotolia

Insektizide, also Mittel zur Bekämpfung von Schadinsekten, kommen zwar vorrangig in der Land- und Forstwirtschaft zum Einsatz, sie werden in großem Maße jedoch auch in Innenräumen für folgende Zwecke eingesetzt:

  • als Holz- und Textilschutzmittel (z. B. Permethrin in Wollteppichen),
  • zum Schutz vor Stechmücken (Elektroverdampfer, Sprays),
  • gegen Schädlingsbefall an Pflanzen,
  • zur Therapie parasitärer Hauterkrankungen bei Mensch und Tier sowie
  • zur Entseuchung bei Schädlingsbefall (z. B. Kakerlaken, Silberfischchen).

Folgende Substanzklassen spielen derzeit bei der Anwendung im Innenraum eine Rolle:

  • Pyrethroide
  • Phosphorsäureester
  • Carbamate.

Allen Insektiziden ist gemeinsam, dass sie auch längere Zeit nach ihrer Ausbringung durch unterschiedliche Prozesse wie Verdampfung, Desorption von Oberflächen oder staubgebunden in die Innenraumluft abgegeben werden. Die Belastungsdauer variiert unter Praxisbedingungen von wenigen Tagen (z. B. Pyrethrum) bis zu mehreren Wochen (Dichlorvos) und Monaten oder länger (Deltamethrin, Permethrin).

Da sich viele Insektizide im Staub anreichern, kann die Analytik von abgelagertem Staub wichtige Hinweise auf die im Innenraum ausgebrachten Stoffe und Aufwandmengen liefern.

Weitere Informationen

Biozid-Portal des UBA

Biozidprodukte - Informationsseiten des BfR

Biozide - Informationsseiten der BAuA

Ansprechpartnerin

Dr. Simone Peters

Fachbereich 3: Gefahrstoffe: Umgang - Schutzmaßnahmen

Tel: 02241 231-2584
Fax: 02241 231-2234