Verkehrssicherheit

dicht befahrene Straße

Bild: © Kai Krüger, Köln

Deutschlands Straßennetz wird immer dichter und immer stärker befahren. Viele Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind beruflich unterwegs, zum Beispiel als Pendler auf dem Weg zur Arbeit, als Berufskraftfahrer oder auf dem Weg zur Kindertagesstätte (Kita), Schule oder Hochschule und begeben sich damit in Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden. Hinzu kommt, dass Deutschland eines der Haupttransitländer in Europa ist. Unfälle im Straßenverkehr stehen, aufgrund der häufig schweren Folgen, zunehmend im Blickpunkt des öffentlichen Interesses und der gesetzlichen Unfallversicherung. Nach den Ergebnissen der Straßenverkehrsunfallstatistik sind im Jahr 2016 auf Deutschlands Straßen insgesamt 3.214 Menschen getötet worden, fast 400.000 Menschen wurden verletzt.

Prävention ist das Hauptziel

Die Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften BG, Unfallkassen UK) haben den gesetzlichen Auftrag, neben Arbeitsunfällen im Betrieb und Schulunfällen auch Arbeits- und Wegeunfälle im Straßenverkehr zu verhüten. Von den 745 in 2016 getöteten Versicherten kamen allein 311 Menschen auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause ums Leben. Hinzu kommen noch zahlreiche weitere Getötete und oft schwer Verletzte auf an Arbeitsplätzen und auf Dienstwegen im Straßenverkehr. Daher engagieren sie sich die Unfallversicherungsträger neben dem Arbeitsschutz auch für das Thema Verkehrssicherheit auf öffentlichen Straßen. Unfallverhütungsvorschriften dienen dabei dem Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch am Arbeitsplatz Straße. Daneben setzen die Unfallversicherungsträger verstärkt auf Sensibilisierung und Schulung, z. B. durch überbetriebliche und betriebliche Präventionsaktionen und Verkehrssicherheitstrainings im betrieblichen Bereich. Im Bereich der Schulen und Kitas erfolgt dies durch Unterstützung mittels konkreter Beispiele für die Unterrichtspraxis, Qualifizierung im Rahmen der Lehreraus- und -weiterbildung, ebenso wie durch Informationen für Schüler, Schulleiter, Eltern und sonstige Verantwortliche.

Kooperationspartner BGen, UK und DVR, DVW

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten die Berufsgenossenschaften in der Verkehrssicherheitsarbeit eng mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) zusammen. Es finden regelmäßig gemeinsame Präventionsaktionen von Unfallversicherungsträgern und DVR sowie weiteren Partnern statt.

Insbesondere im Bereich der Schulwegsicherheit arbeiten die Unfallversicherungsträger darüber hinaus eng mit der Deutschen Verkehrswacht und den 16 Landesverkehrswachten zusammen.

Wer macht was in der Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland? 

Eine Übersicht über Verkehrssicherheitsprogramme, die bundesweit und für jeden zugänglich angeboten werden, wird auf der Internetplattform Verkehrssicherheitsprogramme in Deutschland angeboten. Hier sind auch Ansprechpartner für die jeweiligen Programme, Adressen von Anbietern, Downloads und Links zu weiteren interessanten Seiten zu finden.