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Berufskrankheitengeschehen

  • Im Bereich der UV der gewerblichen Wirtschaft, der UV der öffentlichen Hand sowie der Schüler-UV ist die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit 2017 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % auf 75.187 Fälle leicht zurückgegangen.
  • Im Jahr 2017 wurden 77.330 Verfahren abgeschlossen. In 19.794 dieser Fälle wurde das Vorliegen einer Berufskrankheit anerkannt (- 3,6 %) und dabei in 4.956 Fällen auch eine Rente gewährt (- 7,6 %). In weiteren 18.286 Fällen (- 6,3 %) wurde zwar die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung als Berufskrankheit im juristischen Sinne waren jedoch nicht erfüllt. Hierbei kann es sich z.B. bei Hauterkrankungen um die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit handeln. Dennoch werden in diesen Fällen ggf. im Rahmen von § 3 BKV Leistungen zur Individualprävention bzw. zur medizinischen Rehabilitation erbracht. In 49,2 % der in 2017 abgeschlossenen Feststellungsverfahren wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung bestätigt (38.080 Fälle). In den übrigen 39.250 Fällen (- 1,8 %) hat sich der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit nicht bestätigt, weil entweder keine entsprechende Gefährdung am Arbeitsplatz nachgewiesen oder kein Zusammenhang zwischen einer solchen Schädigung und der Erkrankung festgestellt werden konnte.
  • Daneben waren im Berichtsjahr 2.580 Todesfälle infolge einer Berufskrankheit zu verzeichnen - überwiegend aufgrund von anorganischen Stäuben, insbesondere Asbest.
2016 2017 Veränderung
in %
Anzeigen auf Verdacht einer BK 75.491 75.187 - 0,40
BK-Verdacht bestätigt 40.056 38.080 - 4,93
davon:
Anerkannte Berufskrankheiten 1 20.539 19.794 - 3,63
darunter: Neue BK-Renten 5.365 4.956 - 7,62
Berufliche Verursachung festgestellt, besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt 19.517 18.286 - 6,31
BK-Verdacht nicht bestätigt 39.973 39.250 - 1,81
Entschiedene Fälle insgesamt 80.029 77.330 - 3,37
Todesfälle infolge einer BK 2.573 2.580 + 0,27

1 Der Anstieg bei den anerkannten Fällen im Jahr 2016 lässt sich teilweise auf die seit dem 01.01.2015 neu in die Berufskrankheitenliste aufgenommenen Berufskrankheiten zurückführen.