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Muskel-Skelett-System

grafische Darstellung von Muskeln

Bild: © Michael Hüter, Bochum

Der Mensch verfügt über ca. 650 Muskeln, mehr als 200 Knochen und über 100 Gelenke. Überlastungen, aber auch Unterforderung können das Zusammenspiel von Muskeln, Knochen und Gelenken negativ beeinflussen. Etwas ein Viertel (23,2%) der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) in Deutschland beruhen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE, Stand 2013). Und diese Zahl wird mit zunehmendem Alter noch größer: Bei den Über-55-Jährigen machen sie bereits mehr als 35 % aus. Somit verursachen MSE einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden (Ausfall der Bruttowertschöpfung: ca. 20 Mrd. Euro, Stand 2013).

Die Verringerung von Muskel-Skelett-Erkrankungen ist eines der drei Handlungsfelder der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Muskel- und Skelettbelastungen an Arbeitsplätzen sind vielfältig und umfassen u. a. die Belastungsarten:

Neben diesen Belastungsarten können auch psychische Belastungen zum Auftreten und zur Verstärkung von Beschwerden des muskuloskelettalen Systems führen. In der Zieldefinition der GDA ist deshalb die Verminderung psychischer Fehlbelastungen als ein wichtiges Teilziel für die Reduzierung der Zahl der MSE festgelegt worden.

Zusammen mit den Unfallversicherungsträgern ist die DGUV auf dem Gebiet der Prävention arbeitsbezogener MSE seit vielen Jahren in der Praxis tätig und bietet u. a. folgende Dienstleistungen an:

Entwicklung von ergonomischen Methoden und Verfahren zur Erfassung und Bewertung von physischer Inaktivität (z. B. Bewegungsförderung im Büro)


Rechtliche Vorgaben

Der rechtliche Rahmen für Beschäftigte, die bei ihrer Tätigkeit Muskel- und Skelett-Belastungen ausgesetzt sind, ist durch die folgenden Gesetze und Verordnungen vorgegeben:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • Lastenhandhabungsverordnung (§ 3 LastHandhabV)
  • Mutterschutzgesetz (MuSchG)
  • Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
  • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrArbschV)
  • Berufskrankheiten-Verordnung (BKV)
  • Vorschrift "Grundsätze der Prävention" (DGUV Vorschrift 1)
  • Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)
Weitere Informationen: