Unfälle in der Schüler-Unfallversicherung

  • Die verwendete Begrifflichkeit 'Schüler' umfasst Kinder in Tagesbetreuung (inkl. Tagespflege), Schüler und Schülerinnen von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie Studierende. Analog dazu sind mit der Bezeichnung 'Schule' auch Tageseinrichtungen und Hochschulen gemeint.
  • In der Schüler-Unfallversicherung ist jeder Unfall meldepflichtig, der ärztliche Behandlung nach sich zieht. Aufgrund der langanhaltenden Schulschließungen im Rahmen der COVID-19 Pandemie waren 2020 lediglich 691.284 meldepflichtige Schulunfälle zu verzeichnen und damit ein Rückgang um knapp 42 % von 66,9 auf 39,1 je 1.000 Schüler.
  • Die Zahl der neuen Schulunfallrenten ist um 5,7 % auf 609 gestiegen. Das Risiko eines schweren Schulunfalls je 1.000 Schüler hat sich ähnlich entwickelt und stieg von 0,033 auf 0,034 um 5,2 %. Aufgrund des Auseinanderfallens zwischen dem verursachenden Unfall und dem Entscheid zur erstmaligen Gewährung einer Rente sind hier die Effekte der Schulschließungen noch nicht vollständig enthalten.
  • Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der meldepflichtigen Schulwegunfälle mit 71.764 um 34 % verringert, dabei ist das Unfallrisiko je 1.000 Schüler mit 4,06 ebenfalls um 34 % zurückgegangen. Die neuen Renten sind bei den Schulwegunfällen um knapp 12 % auf 250 Fälle gestiegen.