Beryllium

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Bild: IFA

CAS-Nummer: 7440-41-7 (Beryllium)

Aufnahmewege: inhalativ


  • Einstufung nach CLP-Verordnung

    Beryllium:

    Karzinogenität 1B; H350i
    Akute Toxizität (Einatmen) 2*; H330
    Akute Toxizität (Verschlucken) 3*; H301
    Hautreizung 2; H315
    Sensibilisierung der Haut 1; H317
    Augenreizung 2; H319
    Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) 3; H335
    Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition) 1; H372

    Berylliumverbindungen:

    Karzinogenität 1B; H350i
    Akute Toxizität (Einatmen) 2*; H330
    Akute Toxizität (Verschlucken) 3*; H301
    Hautreizung 2; H315
    Sensibilisierung der Haut 1; H317
    Augenreizung 2; H319
    Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) 3; H335
    Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition) 1; H372
    Gewässergefährdend (chronisch) 2; H411
    * Mindesteinstufung

    zur weiteren Bewertung siehe Stoffdatenblatt in der GESTIS-Stoffdatenbank

  • Verbindliche Beurteilungsmaßstäbe für die inhalative Exposition nach TRGS 910

    Arbeitsplatzgrenzwert: 0,06 µg/m3* (A) Überschreitungsfaktor 1 (I)
    Arbeitsplatzgrenzwert: 0,14 µg/m3* (E) Überschreitungsfaktor 1 (I)

    * Gültig für Beryllium und seine anorganischen Verbindungen. Die Konzentrationen beziehen sich auf den Elementgehalt von Beryllium.
    (A) Alveolengängige Fraktion
    (E) Einatembare Fraktion

    zur Ableitung siehe Begründungspapier zum Arbeitsplatzgrenzwert für Beryllium und Berylliumverbindungen des Ausschusses für Gefahrstoffe

  • Stoffspezifische Äquivalenzwerte im biologischen Material zur Akzeptanz- und Toleranzkonzentration nach TRGS 910

    Es wurden keine stoffspezifischen Äquivalenzwerte festgelegt.

    Es bestehen keine Expositionsäquivalenten der Ständigen Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (MAK-Kommission).

  • Biologische Grenzwerte

    Zurzeit gibt es für diesen Stoff keinen Biologischen Grenzwert nach TRGS 903.

    Für Beryllium und seine anorganischen Verbindungen existiert ein Biologischer Arbeitsstoff-Referenzwert (BAR) von 0,05 µg/L im Urin.

    Für weitere Infos siehe MAK- und BAT-Werte-Liste.

  • Sonstige Beurteilungsmaßstäbe (Innenraumrichtwerte, Außenluftkonzentrationen)

    Es sind keine sonstigen Beurteilungsmaßstäbe bekannt.

  • Krebsart und Berufskrankheitengeschehen
    • Akute Verlaufsform: Fieberhafte Erkrankung nach Art des sogenannten Metalldampffiebers unter Beteiligung von Haut und Schleimhäuten, toxische Berylliumpneumonie
    • Chronische Verlaufsform: Berylliose
    • Sonstige Krankheitserscheinungen: Haut (Hauterythem, Gesichtsdermatitis, vesikopapuläres Ekzem, granulomatöse Veränderungen, ulceröse Hautprozesse), weitere Veränderungen: Schleimhäute des Auges und der oberen Luftwege, Berylliumrachitis, Leberparenchymschäden, Nervenlähmungen

    BK-Nr. 1110: Erkrankungen durch Beryllium oder seine Verbindungen

    Für weitere Infos siehe Merkblatt zur BK 1110 des ehemaligen Bundesministeriums für Arbeit sowie wissenschaftliche Stellungnahme des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales dazu.

  • Betroffene Arbeitsbereiche
    • Elektrische und elektronische Bauteile, Telekommunikation
    • Automobilindustrie
    • Energiesektor, Elektrizität
    • Luft- und Raumfahrtindustrie
    • Militärische Anwendungen
    • Brandschutz, Instrumente, Ausrüstungsgegenstände
    • Werkzeugbau
    • Energiewirtschaft
    • Recycling
    • Sport, Konsumgüter, Schmuck
    • Metallurgie
    • Bio- medizinische Anwendungen
  • Messverfahren

    IFA Arbeitsmappe Kennzahl 7808

    DGUV Information 213-513 Verfahren 02

    Die genannten Verfahren sind als geeignete Messverfahren gemäß Ausschuss für Gefahrstoffe gelistet (s. AGS-Liste geeigneter Messverfahren).

  • Expositionsdaten

    Bisherige Auswertungen zu Expositionsdaten zu Beryllium und Berylliumverbindungen finden Sie über die Seiten der IFA-Expositionsdatenbank MEGA. Dort werden auch aktuelle Auswertungen der Arbeitsgruppe MEGA zur Verfügung gestellt, wenn sie vorliegen

  • Schutzmaßnahmen (z.B. stoffspezifische TRGS)

    TRGS 561 Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen und ihren Verbindungen

  • Weitergehende Hinweise

    Arbeitgebende müssen ein Expositionsverzeichnis nach §14 Absatz 3 GefStoffV führen, wenn ihre Beschäftigten während ihrer beruflichen Tätigkeit gegenüber krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Gefahrstoffen der Kategorien 1A oder 1B exponiert sind. Das Expositionsverzeichnis kann in der ZED erstellt und gepflegt werden.

Weitere Informationen

Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP-Verordnung)

Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 900 'Arbeitsplatzgrenzwerte'

Ansprechperson

Dipl.-Chem. Katrin Pitzke

Chemische und biologische Einwirkungen

Tel: +49 30 13001-3210
Fax: +49 30 13001-38001