Kompetenzzentrum "Klimawandel und Arbeitsschutz"

Fotomontage: Eine weibliche Hand hält den Planeten Erde; die linke Bildhälfte ist in düsteren Farben gehalten, mit verbranntem Boden - die rechte Bildhäfte zeigt blühende Landschaft unter blauem Himmel.

Bild: parabolstudio - stock.adobe.com

Klimaveränderungen infolge der globalen Erwärmung sind eine wachsende Herausforderung für den Arbeitsschutz. Um ihrem Präventionsauftrag gerecht zu werden, trägt die gesetzliche Unfallversicherung zu einem sicheren und gesunden Arbeitsumfeld der Versicherten unter diesen veränderten Rahmenbedingungen bei – jetzt und in Zukunft.

Mit weiterhin steigender Durchschnittstemperatur in Deutschland, wachsen auch die gesundheitlichen Belastungen und Sicherheitsrisiken für die Versicherten, z. B:

  • Hitzebelastung von Beschäftigten, Kindern und Jugendlichen an Innenraumarbeitsplätzen, Schulen und Kitas, bei schwerer körperlicher Arbeit oder unter Schutzkleidung sowie Hitzebelastung von Beschäftigten im Freien
  • Häufigere Extremwettereignisse mit höherer Unfall- und Verletzungsgefahr
  • Belastung durch ultraviolette (UV-)Strahlung und dadurch bedingte Erkrankungen wie Hautkrebs oder Augenschäden
  • Bessere Überlebenschancen und kürzere Entwicklungszyklen für Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren und deren Überträger, z. B. Stechmücken oder Zecken, durch ganzjährig höhere Temperaturen
  • Stärkere psychische Belastungen der Beschäftigten durch Sorge vor den Auswirkungen des Klimawandels oder durch das direkte Erleben von Katastrophen z. B. infolge klimawandelbedingter Extremwetter

Ein Fortschreiten der Klimaveränderungen wird maßgeblich durch die Höhe der aktuellen und zukünftigen globalen Treibhausgasemissionen bestimmt. Maßnahmen zur Dekarbonisierung tragen entscheidend dazu bei, bis zum Jahr 2100 eine globale Oberflächentemperatur von 1,5 °C über der in der Zeit von 1850 bis 1900 möglichst nicht zu überschreiten. Doch auch Prozesse und Transformationen hin zur Dekarbonisierung müssen so erfolgen, dass sichere und gesunde Arbeit gewährleistet wird.

Weil die Auswirkungen des Klimawandels komplex sind, sich gegenseitig bedingen, weltweit auf Ökosysteme und die Biodiversität wirken und die globale Sicherheit und Stabilität gefährden, ist Arbeitsschutz unter diesen Vorzeichen (auch) eine interdisziplinäre Forschungsaufgabe.

Das IFA hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die Unfallversicherungsträger und die versicherten Betriebe und Einrichtungen bei einer sicheren und gesunden Gestaltung von Arbeit im Kontext des Klimawandels zu unterstützen. Dafür forscht und berät das Institut zu konkreten naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen. Darüber hinaus beobachtet und analysiert es Trends im Rahmen des DGUV Risikoobservatoriums. Das Kompetenzzentrum "Klimawandel und Arbeitsschutz" bündelt die Fachkompetenz im IFA zu Auswirkungen des Klimawandels auf den Arbeitsschutz, baut diese aus und vernetzt sich dazu DGUV-weit und mit den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung.


Kontakt

Kompetenzzentrum "Klimawandel und Arbeitsschutz"

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Ansprechperson:
Angelika Hauke
Tel.: 030 13001-3633