Jahresberichte des IFA

IFA Angesteller prüft Reagenzglas

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Jahresbericht 2020
Bild: DGUV

Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) unterstützt als Forschungs- und Prüfinstitut die Präventionsarbeit der Berufsgenossenschaften (BG) und Unfallkassen (UK). Es berät die gesetzlichen Unfallversicherungsträger bei naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen und forscht anwendungsnah zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Außerdem prüft und zertifiziert das Institut die Sicherheit von Produkten. In seinen Jahresberichten dokumentiert das Institut Eckdaten und Schwerpunkte seiner Aktivitäten.

2020 war vor dem Hintergrund der Corona-Krise für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IFA auch beruflich ein Ausnahmejahr: Mit Beginn der Pandemie in Deutschland, spätestens Anfang März 2020, wurde schnell klar, dass es viel zu wenige Atemschutzmasken und auch andere Persönliche Schutzausrüstung (PSA) für das medizinische Personal gab. PSA, die keine CE-Kennzeichnung besaß, wurde vor diesem Hintergrund von der Europäischen Kommission (EU-Kommission) unter bestimmten Voraussetzungen als marktfähig eingestuft, um den Mangel zu beseitigen. Gemeinsam mit der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) wurde im März 2020 vom IFA und einer weiteren Prüfstelle der "Prüfgrundsatz für Corona SARS-Cov-2 Pandemie Atemschutzmasken" für einen Schnelltest erarbeitet und die betreffende Information über verschiede Kanäle verbreitet. Bis zum 30. September 2020 konnten Hersteller und Importeure für ihre Atemschutzmasken auf Grundlage dieses Prüfgrundsatzes von den zuständigen Behörden eine befristete Zulassung in Deutschland erhalten. Aufgrund des sehr großen Informationsbedarfs veröffentlichte das IFA auf seinen Internetseiten mehrere FAQ-Listen zu Prüfung, Anforderungen, Auswahl und Benutzung von Pandemie-PSA und vor allem -Atemschutzmasken. Alle Aktivitäten trugen maßgeblich zum Schutz von Beschäftigten im Gesundheitswesen und nachfolgend auch von weiteren Teilen der Bevölkerung bei.

Auch in anderen Feldern wurde trotz Pandemiebedingungen intensiv und mit Erfolg weiter geforscht: So entstanden 2020 für die betriebliche Praxis wichtige Werkzeuge wie der GDA-Gefahrstoff-Check unter Federführung von IFA und BG RCI oder ein VR-Schulungswerkzeug für die Absturzprävention. Im Berichtsjahr fiel auch der Startschuss für den Aufbau des IFA-Kompetenzzentrums "Künstliche Intelligenz".

Mit dem IFA Report 4/2020 "Exposition von Beschäftigten gegenüber solarer UV-Strahlung - Ergebnisse des Projekts mit Genesis-UV" wurden nach fünf erfolgreichen Messjahren zur Ermittlung der UV-Exposition von Beschäftigten im Rahmen der GENESIS-UV-Messkampagne die gesammelten Erkenntnisse zusammengefasst. Auch das groß angelegte Gemeinschaftsprojekt "Mehrstufige Gefährdungsanalyse physischer Belastungen am Arbeitsplatz" (MEGAPHYS) von BAuA und DGUV wurde in 2020 abgeschlossen. Unter Federführung des IFA wurde der zweite Band des Projektberichts fertiggestellt. Als Ergebnis des Gemeinschaftsprojekts steht dem präventiven Arbeitsschutz ein abgestimmtes Paket von in Feld und Labor erprobten und evaluierten Instrumenten zur Gefährdungsbeurteilung bei physischer Belastung zur Verfügung.

Der Bericht zeigt auch: Das IFA war 2020 ein gefragter Ansprechpartner für TV-, Print- und Digitalmedien, auch, aber nicht nur zu Corona und den damit verknüpften Themen Atemschutz, Lüften und Schutzkleidung. Auch andere Aspekte der Arbeitswelt wurden 2020 von den Medien mit dem Institut und seiner Expertise verknüpft. So gab es beispielsweise Hintergrundgespräche und Beiträge zu Exoskeletten (Wirtschaftswoche, WDR), Homeoffice (Zeit online, Deutschlandfunk) oder UV-Belastung durch Sonne (wandelwerker.de).


IFA Angesteller am Messstand

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Bild: DGUV

Jahrebericht 2019


Vier Bilder von Arbeitsplätzen

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Bild: DGUV

Jahresbericht 2018


Jahresbericht 2017


Titelseite des Jahresberichts 2016

Jahresbericht 2016


Jahresbericht 2020

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