SOFTEMA - Tool für sicherheitsgerichtete Anwendungsprogrammierung an Maschinen

Projekt-Nr. IFA 5137

Status:

laufend

Zielsetzung:

Sicherheitsfunktionen an Maschinen werden heute immer öfter von Unternehmen im Maschinenbau selbst auf Sicherheitssteuerungen programmiert. Deren Funktionale Sicherheit hängt daher zunehmend von hochwertig entwickelten und geprüften Anwendungsprogrammen ab. Wesentliche Anforderung der relevanten Normen (z. B. DIN EN ISO 13849-1) ist, diese Programme nach einem strukturierten Arbeitsprozess zu entwickeln und fehlervermeidende Maßnahmen anzuwenden. In einem von der DGUV geförderten Projekt (FF-FP 0319 "Normgerechte Entwicklung und Dokumentation von sicherheitsbezogener Anwendungssoftware im Maschinenbau", 2011 - 2013) wurde von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg eine praktisch anwendbare Entwicklungsmethode hergeleitet. Diese sogenannte IFA-Matrixmethode wurde bereits auf Veranstaltungen für Unfallversicherungsträger und Industrieunternehmen präsentiert, diskutiert und für geeignet befunden. In dem Projekt IFA-5133 "IFA-Report Sicherheitsbezogene Anwendungssoftware von Maschinen" wird derzeit auch ein IFA-Report zu diesem Thema erstellt.

Die IFA-Matrixmethode dient der Spezifikation, Validierung und Prüfung von sicherheitsgerichteten Anwendungsprogrammen. Dazu sind mehrere Tabellen für verschiedene Entwicklungsphasen zu bearbeiten. Ziel dieses Projektes ist, ein Softwaretool mit dem Namen SOFTEMA (Software von Steuerungen an Maschinen) zur automatisierten Anwendung der Tabellen nach der IFA-Matrixmethode zu entwickeln. Es soll sowohl Maschinenhersteller bei der Entwicklung als auch externe Stellen bei der Prüfung dieser Programme unterstützen. Die Funktionen des Tools sollen Eingabefehler verringern und aufdecken helfen sowie Dokumente zur Programmierung und Prüfung generieren. Die effiziente und fehlerfreie Modifikation von Spezifikationen und Programmen ist ein wesentlicher Aspekt dieses Tools. Mithilfe dieses Tools soll die IFA-Matrixmethode im Maschinen- und Anlagenbau bekannt gemacht und der Einstieg in deren Anwendung erleichtert werden.

Aktivitäten/Methoden:

In einem ersten Schritt sind die Anforderungen an das Tool SOFTEMA mit den verschiedenen Nutzergruppen abzustimmen und zu dokumentieren. Daraus werden sich auch Änderungen für die ursprünglich in dem DGUV-Projekt definierten Datenformate der Tabellen der IFA-Matrixmethode ergeben. Die Beispieldateien sind entsprechend zu bearbeiten. Die Auswahl der Entwicklungsumgebung und der notwendigen Softwarekomponenten ist bereits getroffen. Gemäß den Anforderungen wird die Toolsoftware in angemessenen Schritten kodiert und getestet. Es ist gleichzeitig eine Testumgebung zu entwickeln. Die Prototypen werden im Rahmen von internen und externen Pilotprojekten erprobt. Verbesserungsvorschläge und zusätzliche hilfreiche Funktionen werden, falls zeitlich möglich, noch für eine erste Freigabeversion realisiert. Abschließend wird eine Internetpräsenz mit Downloadmöglichkeit - nach dem Vorbild von SISTEMA - gestaltet.

Stand:

13.05.2015

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Mechanische Gefährdungen, Elektrische Gefährdungen, Gefährdungsübergreifende Fragestellungen

Schlagworte:

Maschinensicherheit, Sicherheitstechnik

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Maschinensicherheit, ISO 13849, Sicherheitsbezogene Steuerungen, programmierbare Elektronik, SRASW, Anwendungsprogrammierung, IFA-Matrixmethode, Software, Tool, Anwenderhilfe, Bewertung, Entwicklung, Dokumentation,

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