CO2-Feuerlöscher in engen Räumen

Projekt-Nr. IFA 3145

Status:

laufend

Zielsetzung:

Kohlendioxid kommt in geringen Mengen in der natürlichen Atmosphäre (Atemluft) vor. Die Konzentration beträgt durchschnittlich ca. 0,035 Vol.-%. Es ist ein nicht brennbares, nicht ätzendes, nicht wassergefährdendes, farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Kohlendioxid ist nicht giftig; trotzdem besitzt es eine gesundheitsschädigende Wirkung, die auch bei Anwesenheit von ausreichend Sauerstoff in der Atemluft (Umgebungsluft) zu Gesundheitsstörungen bis hin zum Tod führen kann.

Diese Thematik könnte sich im Löscheinsatz mit einem CO2-Feuerlöscher in einem engen (geschlossenen) Raum für Versicherte sehr rasant durch den schlagartig ansteigenden Kohlendioxidausstoß verstärken.

Aufgrund von verstärkten Nachfragen aus den Mitgliedsunternehmen hinsichtlich der persönlichen Auswirkungen/Gefährdungen für die Löschenden beim Löscheinsatz in engen Räumen, besteht Erläuterungsbedarf. Zurzeit sind nur rechnerische Abschätzungen zur Ausbreitung von CO2 in engen Räumen vorhanden.

Aktivitäten/Methoden:

Praktische Löschversuche mit und ohne Simulation eines Brandherdes sollen die rechnerischen Abschätzungen bestätigen oder widerlegen. Ebenso soll überprüft werden, inwieweit ein Konzentrationsgradient in den engen Räumen auftritt.

Die Löschversuche sollen auf dem Gelände der Fa. Total Feuerschutz durch Beschäftigte der Fa. Total in Ladenburg durchgeführt werden. Bei den Löschversuchen (insgesamt ca. 40 Versuche) werden 2-kg- CO2-Löscher oder 5-kg-CO2-Löscher vollständig in zwei Musterräumen entleert. Das IFA soll die Löschversuche messtechnisch begleiten. Zur Überprüfung, ob ein Konzentrationsgradient auftritt, werden sowohl innerhalb der Prüfräume als auch direkt davor CO2-Sensoren in drei Höhen positioniert und die Konzentration messtechnisch erfasst.

Stand:

20.02.2017

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
  • Fachbereich Feuerwehren,Hilfeleistungen, Brandschutz
  • Sachgebiet Betrieblicher Brandschutz
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

Schlagworte:

Unfallgefahr

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Kohlendioxid, Feuerlöscher

Kontakt