Methodenentwicklung zur präventiven Steigerung der Arbeitssicherheit an Flurförderzeugen mit Umsetzung eines Assistenzsystems durch Fusion und Analyse von 2D- und 3D-Bilddaten (PräVISION)

Projekt-Nr. FF-FP 0379

Status:

laufend

Zielsetzung:

Die Zielsetzung des Projekts ist zum einen, grundsätzliche Methoden zur Steigerung der Arbeitssicherheit beim Einsatz motorbetriebener Flurförderzeuge (FFZ) aufzuzeigen. Zum anderen wird durch die Anwendung der 2D- und 3D-Bildverarbeitung in einem Demonstrator-Assistenzsystem der Nachweis geführt, dass sich damit die Arbeitssicherheit steigern lässt. Die Kombination beider Bildverarbeitungstechnologien ermöglicht eine Zusammenführung der jeweiligen Stärken beider optischer Technologien. Es werden somit die Grundlagen für ein herstellerunabhängiges Assistenzsystem in Form eines Demonstrators entwickelt, welches für beliebige FFZ unterschiedlicher Hersteller nachrüstbar ist und somit branchenübergreifend seinen zukünftigen Einsatz finden kann. Weiterhin werden zudem konzeptionell Perspektiven und Ansätze aufgezeigt, die eine Skalierung des Assistenzsystems hin zu einem Sicherheitssystem ermöglichen. Hierzu werden Wirkungsketten untersucht, um Schwachstellen und Redundanzen im System zu erkennen und in einem Sicherheitskonzept zu beschreiben.

Aktivitäten/Methoden:

In einem ersten Schritt werden Gefahrensituationen für Personen im Umfeld von FFZ analysiert und mit dem Ziel der Identifikation von Assistenzfunktionen ausgewertet, welche wichtige Hauptursachen dieser Gefährdungen reduzieren helfen können. Im Anschluss daran wird ein System konzeptionell entworfen, das die zuvor identifizierte Assistenzfunktion umsetzt. Zu diesem Zweck werden sowohl die Anforderungen an das System selbst spezifiziert als auch Testfälle zur Systemevaluierung konzipiert. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl und Entwicklung der Algorithmen bilden simulierte Einsatzdaten für das spätere Assistenzsystem, anhand derer die Analyseverfahren früh bewertet werden können. Diese simulierten Testdaten werden zusammen mit realen Feldversuchen zur Systemvalidierung verwendet.

Stand:

06.11.2015

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) an der TU München
  • Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen
  • SICK AG Waldkirch
  • STILL GmbH Hamburg
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Mechanische Gefährdungen

Schlagworte:

Prävention, Gerätesicherheit, Transport und Verkehr

Weitere Schlagworte zum Projekt:

PräVISION, Flurförderzeug, Assistenzsystem