Gesundheitsverhalten und Unfallgeschehen im Schulalter - Eine Panelstudie

Projekt-Nr. FF-FP 0347

Status:

laufend

Zielsetzung:

Unfälle stellen die häufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen dar. Bislang ist jedoch nur wenig darüber bekannt, welche Merkmale und Prozesse einen kausalen Einfluss auf die individuelle Unfallbiografie aufweisen. Dies gilt im Besonderen für Schulunfälle, die im Vergleich zu allgemeinen Unfällen deutlich seltener Gegenstand der Forschung sind. Zwar deutet vieles darauf hin, dass Unfälle häufig nicht nur als Produkt aus Pech und Zufall anzusehen sind. Die Aussagekraft der Resultate ist mit Blick auf kausale Strukturen jedoch begrenzt, da diese vornehmlich auf Querschnittstudien basieren. Die vorliegende Studie setzt sich entsprechend auf der Grundlage einer Panelstudie zum Ziel, Erkenntnisse zu kausalen Einflussgrößen und Wirkungsmechanismen von Schulunfällen zu gewinnen. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Merkmale der Individualebene. Vielmehr wird auch der Rolle der Schule als unfallverhütende Institution ein besonderes Augenmerk zuteil. Die Befunde der Studie sollen dazu dienen, Strategien zur Prävention von Schulunfällen zu entwickeln.

Aktivitäten/Methoden:

Das Projekt greift auf die Methode der schriftlichen Befragung zurück. Die Grundgesamtheit bilden alle Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2014/15 an allgemein bildenden Schulen in der 5. Jahrgangsstufe unterrichtet werden. Angestrebt wird eine repräsentative Stichprobe von rund 15.000 Schulkindern, deren Unfall- und Verletzungsbiografien über ihre gesamte Schullaufbahn hinweg auf der Basis jährlich wiederkehrender Befragungen nachgezeichnet werden soll. Neben der Erfassung individueller Merkmale werden als erklärende Variablen Eigenschaften der Schule, wie bspw. deren Größe oder baulicher Zustand, und des Schulweges erhoben. Somit entsteht auf mittlere Sicht ein Paneldatensatz, der mehrere Analyseebenen aufweist und gut dazu geeignet ist, kausale Muster von Schulunfällen zu identifizieren. Zugleich ist es ebenso möglich zu analysieren, zu welchen Anteilen Schulunfälle auf individuelle Merkmale oder auf Merkmale des Kontexts – und hier ganz konkret auf die Institution Schule – zurückzuführen sind.

Stand:

25.03.2014

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Fachhochschule Frankfurt am Main
Branche(n):

Öffentlicher Dienst

Gefährdungsart(en):

Mechanische Gefährdungen, Arbeitsorganisation/-schutzmanagement

Schlagworte:

Prävention, Unfallursachen, Bildung

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Gesundheitsverhalten, Unfallgeschehen, Schulalter, Panelstudie