Der richtige Schutz für die Arbeit im Freien

Gesetzliche Unfallversicherung präsentiert neue Messergebnisse und Film zum UV-Schutz

21.06.2018

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Sonnenbrille, lange Kleidung und Kopfbedeckung mit Nackenschutz schützen Beschäftigte, die häufig und lange im Freien arbeiten. (Foto: Wolfgang Bellwinkel / DGUV)

Wer häufig im Freien arbeitet, der sollte sich im Sommer unbedingt gegen die Sonne schützen. Denn zu viel UV-Strahlung kann nicht nur die Haut verbrennen, sie kann auch zu hellem Hautkrebs führen. Aber wie schützt man sich effektiv bei der Arbeit? Ein neues Video der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung klärt auf und gibt Tipps.

Im Film erfahren eine Gärtnerin, ein Müllwerker und ein Pflasterleger, wie sie sich vor UV-Strahlung schützen können. Aber wie stark sonnenbelastet sind welche Berufe eigentlich?

Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) ermittelt seit einigen Jahren detaillierte Belastungsdaten für verschiedene Tätigkeiten in Außenbereichen. Seit der ersten Veröffentlichung von Ergebnissen im Juli 2016 sind weitere Expositionsdaten hinzugekommen. Neben einem großen Datensatz für den Bausektor und die Landwirtschaft, wurden in den Folgejahren Berufe wie Müllwerker, Sportlehrer, Servicemonteure in der Windenergieanlagentechnik, Wasserbauwerker, Agrartechniker und viele mehr untersucht. "Unsere Messungen halten wieder Überraschungen bereit", sagt Dr. Marc Wittlich vom IFA: "Dass Matrosen, Dachdecker und Gemüsebauern besonders stark der Sonne ausgesetzt sind, war ein erwartbares Ergebnis. Aber auch Energieanlagenbauer und Betriebsschlosser haben viele Sonnenstunden. Die Belastung der untersuchten Berufsgruppen ist so verschieden wie ihre Arbeit. Maßgeschneiderte Prävention ist deshalb wichtig." (Ergebnisse unter: www.dguv.de/genesis)

Heller Hautkrebs ist eine chronische Erkrankung. Ist die Haut so weit geschädigt, dann ist eine regelmäßige Behandlung und Kontrolle notwendig. Aber wie kann man hellen Hautkrebs überhaupt erkennen? Dazu die Berufsdermatologin Frau Prof. Manigé Fartasch vom Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV, Institut der Ruhr Universität Bochum (IPA): "Eine sehr häufige Frühform - die sogenannte aktinische Keratose - erkennt man an geröteten Flecken mit einer verdickten Hornschicht. Aufgrund der schmirgelpapierartigen Beschaffenheit der Hautoberfläche kann man sie mehr ertasten als sehen. Besonders gefährdet ist die Haut auf den sogenannten Sonnenterrassen wie Stirn, Ohrmuscheln, Nasenrücken und Lippen. Ebenfalls häufig betroffen sind Handrücken, Unterarme und der Bereich des Dekolletés."

Die gute Nachricht ist: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich effektiv gegen hellen Hautkrebs zu schützen. Fartasch: "Bei der Arbeit im Freien gilt das TOP Prinzip. Es beschreibt verschiedene Arten des Schutzes, die einander ergänzen." Das sind technische Lösungen, wie Beschattungen, organisatorische Maßnahmen wie die Verlegung der Arbeit in Zeiten nicht so intensiver Sonneneinstrahlung und personenbezogene Maßnahmen. Darunter fällt zum Beispiel Kleidung, die exponierte Körperstellen bedeckt. Wichtig ist dabei, die Kopfbedeckung nicht zu vergessen. Für Hautpartien, die auf diese Weise nicht geschützt werden können, bleibt dann noch die Sonnencreme.

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