28.05.2026
Immer mehr Schülerinnen und Schüler nutzen E-Scooter für den Schulweg. Die elektrischen Roller gelten als flexibel, schnell und beliebt bei jungen Menschen. Gleichzeitig steigt jedoch die Zahl der Unfälle deutlich an: Laut DGUV Statistik wurden im Jahr 2024 insgesamt 2.140 Schulwegunfälle mit E-Scootern gemeldet. Welche Präventionsmaßnehmen getroffen werden können, zeigt die neue Ausgabe von"pluspunkt".
Fachleute sehen einen wachsenden Bedarf an Aufklärung und Prävention. "Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche verkehrstechnisch wirklich fit zu machen und über die Gefahrenquellen von Fahrten auf E-Scootern aufzuklären", betont Olivera Gerigk, Referentin für Kinder und Jugendliche beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).
E-Scooter-Unfälle unterscheiden sich häufig von Fahrradunfällen. Verletzungen an Hüfte und Bauch treten vergleichsweise oft auf und können schwerwiegende Folgen haben. Schon kurze Schulungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention. Selbst die Beschäftigung mit dem Thema E-Scooter ist sinnvoll, etwa im Rahmen von Projekt- oder Wandertagen. Vermittelt werden sollten insbesondere Grundlagen der Straßenverkehrsordnung, das richtige Brems- und Ausweichverhalten sowie sicheres Auf- und Absteigen.
Darüber hinaus wird empfohlen, vor jeder Fahrt einen kurzen technischen Check des Fahrzeugs vorzunehmen. Dazu gehören die Kontrolle von Bremsen, Reifen, Licht und Lenker sowie das Vorhandensein einer gültigen Versicherungsplakette. Auch das Tragen eines Helms und gut sichtbarer Kleidung wird ausdrücklich empfohlen.
Unterstützung bei der Verkehrserziehung bieten neben Schulen auch externe Einrichtungen wie Polizei, Verkehrswacht, ADAC oder Jugendverkehrsschulen an. Ziel ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und gleichzeitig die Vorteile der E-Scooter-Nutzung für junge Menschen zu erhalten.
Mehr zum Thema Sicherheit lesen Sie in der neuen Ausgabe von "pluspunkt - Das Magazin für Sicherheit und Gesundheit in der Schule". Es erscheint vier Mal im Jahr und wird vertrieben über die regional zuständigen Unfallkassen.
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