15.06.2026
Anlässlich der Aktionswoche Alkohol 2026 hat iga ein neues Web-Based Training veröffentlicht. (Foto: Charlie's - stock.adobe.com)
Der Konsum von Alkohol und Drogen kann in der Arbeitswelt erhebliche Auswirkungen haben. Insbesondere bei suchtkranken Beschäftigen besteht das Risiko, dass trotz betrieblicher Gefahren Alkohol oder andere Suchtmittel konsumiert werden. Umso wichtiger ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Hier setzt ein neues Web-Based Training (WBT) der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) an, das diese anlässlich der Aktionswoche Alkohol 2026 veröffentlicht hat. Das WBT vermittelt grundlegendes Wissen zu verschiedenen Suchtformen, sensibilisiert für Gefährdungen am Arbeitsplatz und stärkt die Handlungssicherheit im betrieblichen Alltag. Es richtet sich insbesondere an Präventionsberaterinnen und -berater, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte in Betrieben und zielt darauf ab, die Kompetenzen dieser Zielgruppen im Umgang mit Suchtprävention zu stärken.
Das Web-Based Training „Suchtprävention in der Arbeitswelt“ besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen. Im ersten Modul "Sucht verstehen. Grundlagen und Auswirkungen im Arbeitskontext" werden zentrale Begriffe und Zusammenhänge vermittelt. Es geht um die Definition von Sucht und Suchtmitteln, unterschiedliche Suchtformen sowie um die Entstehung von Suchterkrankungen. Darüber hinaus beleuchtet das Modul Risikofaktoren im Arbeitsumfeld und mögliche Auswirkungen von Suchtmittelkonsum auf Sicherheit, Gesundheit und Zusammenarbeit im Betrieb.
Das zweite Modul "Vorausschauend handeln. Betriebliche Strategien der Suchtprävention" rückt präventive Ansätze in den Mittelpunkt. Es zeigt, wie Unternehmen Rahmenbedingungen schaffen können, um riskanten Konsum frühzeitig zu unterbinden. Themen sind unter anderem Dienst- und Betriebsvereinbarungen, die Rolle von Führungskräften sowie betriebsinterne und externe Unterstützungsangebote.
Im dritten Modul "Verantwortung übernehmen. Umgang mit Sucht im Betrieb" geht es schließlich um konkrete Handlungssituationen. Anhand praxisnaher Beispiele lernen Teilnehmende, wie sie auffälliges Verhalten erkennen und betroffene Beschäftigte ansprechen können. Ergänzend werden Vorgehensweisen wie Stufenpläne vorgestellt und Hinweise auf Unterstützungs- und Beratungsangebote gegeben.
Die drei Module können unabhängig voneinander bearbeitet werden und dauern jeweils etwa ein- bis eineinhalb Stunden. Das neue Format ist interaktiv gestaltet und ermöglicht zeitlich sowie räumlich flexibles Lernen ohne Dozentin oder Dozenten. Gleichzeitig steht der praktische Nutzen im Mittelpunkt: Die Inhalte sind so aufbereitet, dass sie unmittelbar in die betriebliche Praxis übertragen werden können.
Als digitales Lernangebot ergänzt das Web-Based Training das bestehende iga-Portfolio und eröffnet neue Möglichkeiten des niedrigschwelligen Wissenstransfers. Weitere Web-Based Trainings zu anderen Themenfeldern sind bereits geplant.
Das WBT „Suchtprävention in der Arbeitswelt“ ist ab sofort kostenfrei und ohne Anmeldung über die iga-Website abrufbar.
In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) arbeiten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung zusammen, um arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen. iga ist eine Kooperation des BKK Dachverbandes, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) und der Innungskrankenkassen (IKK).
DGUV - Pressestelle
Glinkastraße 40
10117 Berlin
Tel.: +49 30 13001-1414
presse@dguv.de