Expositionsbewertung

Um eine Exposition zu bewerten, vergleicht man die auftretenden Feldgrößen mit den jeweiligen unteren und oberen Auslöseschwellen. Die Grundlage der Bewertung bildet die nationale Verordnung für elektromagnetische Felder (EMFV) mit den zugehörigen Technischen Regeln. Die EMFV setzt die EU-Richtlinie 2013/35/EU in nationales Recht um.

Für viele Feldquellen können bereits Herstellerangaben oder Fachinformationen zur Bewertung der Exposition ausreichen. Sind diese jedoch unzureichend oder ist die technische Anwendung zu komplex, ist es erforderlich, die elektromagnetischen Felder zu messen.

Werden die zulässigen Werte überschritten, sind Schutzmaßnahmen erforderlich, um die Exposition der Beschäftigten zu verringern.

Der IFA-Report 5/2011 „Elektromagnetische Felder an Anlagen, Maschinen und Geräten“ enthält eine Übersicht über typische Expositionsszenarien und Feldquellen mit dazugehörigen Messwerten. Zudem bietet er Hintergrundinformationen zur Messung und Berechnung elektromagnetischer Felder am Arbeitsplatz sowie zu deren biologischer Wirkung auf menschliches Gewebe.

Aktuell

Zurzeit (Stand 12/2017) befinden sich die Technischen Regeln zur Konkretisierung der EMFV noch in Bearbeitung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Bis zu ihrer Veröffentlichung findet weiterhin die Unfallverhütungsvorschrift "Elektromagnetische Felder" (DGUV Vorschrift 15, bisher BGV B11) Anwendung.

Kontakt

Dipl.-Ing. Ingo Bömmels

Fachbereich 5: Unfallprävention: Digitalisierung - Neue Technologien

Tel: +49 30 13001-3480
Fax: +49 30 13001-38001


Dr. Carsten Alteköster

Fachbereich 5: Unfallprävention: Digitalisierung - Neue Technologien

Tel: +49 30 13001-3481
Fax: +49 30 13001-38001


Claudine Neumann, M.Sc.

Fachbereich 4: Arbeitsgestaltung, Physikalische Einwirkungen

Tel: +49 30 13001-3482
Fax: +49 30 13001-38001