Grundsatzuntersuchungen an aktiv leuchtender Warnkleidung

Projekt-Nr. IFA 5154

Status:

laufend

Zielsetzung:

Die bisherige Warnkleidung mit retroreflektierenden Bereichen wird in Arbeitsbereichen, deren Umgebung keine Fremdlichtquellen aufweisen, nicht mehr erkannt. Somit helfen retroreflektierende Bereiche auf der Warnkleidung nicht, die Sichtbarkeit der Tragenden zu gewährleisten.

Das Ziel ist die Einbringung der gewonnenen Erkenntnisse aus den Grundsatzuntersuchungen in die neue DIN SPEC Vornorm 91418 "Aktiv leuchtende Warnkleidung in Ergänzung zu DIN EN ISO 20471 und DIN EN 1150 - Anforderungen und Prüfverfahren". Diese Spezifikation soll in Zukunft eine einheitliche Betrachtung aktiv leuchtender Warnkleidung ermöglichen und Mindestanforderungen an die Sichtbarkeit definieren. In der DIN SPEC werden grundlegende Anforderungen definiert, um für Herstellerfirmen die Entwicklung von aktiv leuchtender Warnkleidung zu standardisieren und damit zu vereinfachen. Weiterhin sollen die Ergebnisse für den Aufbau des neuen Prüflabors für aktiv leuchtende Warnkleidung dienen.

Aktivitäten/Methoden:

Für die Durchführung der Untersuchungen werden verschiedene Leuchtmittel wie LEDs, LED-Bänder, Lichtleitertechnik in unterschiedlichen Bauformen und Farben sowie eine geeignete Messtechnik zur Beurteilung der Bauelemente hinsichtlich ihrer Leuchtdichte unter verschiedenen Abstrahlwinkeln verwendet. Zusätzlich soll geklärt werden, welche Leuchtmittel geeignet sind, über die gesamte Lebensdauer der Warnkleidung die Sichtbarkeit des Tragenden zu gewährleisten. Die Positionierung der Leuchtmittel auf der Warnkleidung spielt eine entscheidende Rolle für die 360°-Sichtbarkeit des Tragenden. Hierbei werden erste Untersuchungen an Warnwesten durchgeführt, eine Erweiterung im späteren Projektverlauf auf andere Warnkleidungen ist denkbar. Durch Untersuchungen zur geeigneten Positionierung der Leuchtmittel auf Warnwesten sollen die besten Positioniervarianten bestimmt werden.

Das eingeplante Budget dient dem Aufbau eines Messaufbaus mit drehbarem Teller (360°-Sichtbarkeit) und messendem Kamerasystem (Leuchtdichte).

Darüber hinaus müssen weitere Punkte, wie die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), Elektromagnetische Felder (EMF) für Implantat-Tragende, elektrische Sicherheit, IP-Schutzarten, mechanische Anforderungen, Akkusicherheit und letztendlich auch Fragen zur Realisierung der Reinigung der Warnkleidung mit aktiver Beleuchtung untersucht werden.

Stand:

01.08.2019

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
  • Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr)
Branche(n):

Leder/Textil/Bekleidung

Gefährdungsart(en):

Arbeitsorganisation/-schutzmanagement

Schlagworte:

Verkehrsunfälle, Unfallverhütung, Persönliche Schutzausrüstung

Weitere Schlagworte zum Projekt:

PSA, Warnweste, LED, Warnkleidung

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