In-vitro-Testung der hautsensibilisierenden Wirkstärke von Inhaltsstoffen aus Epoxidharzsystemen mit Schwerpunkt der Testung sogenannter Präpolymere

Projekt-Nr. FF-FP 0451

Status:

laufend

Zielsetzung:

Dieses Projekt verfolgt das Ziel, die wissenschaftlichen Grundlagen der Bewertung der hautsensibilisierenden Wirkstärke von Inhaltsstoffen in Epoxidharzsystemen durch Ergebnisse aus In-vitro-Testungen der neuesten Generation zu erweitern. Das Projekt soll besonders wichtige Datenlücken bei der Bewertung der sensibilisierenden Wirkstärke für Präpolymere schließen. Diese gelten (bei derzeit mangelhafter Datenlage) als erfolgsversprechende Inhaltsstoffe von Epoxidharzsystemen zur Senkung der Allergiepotenz. Besonders zentral ist darüber hinaus die Prüfung, ob die Testergebnisse Übertragungen (generalisierbare Aussagen zur Wirkstärke) zulassen.

Die erzielten Testergebnisse und daraus abgeleitete generelle Regeln sollen in entsprechende praxisorientierte Entscheidungshilfen für die Stoffselektion/-substitution umgesetzt werden (z. B. Stofflisten mit wirkstärken-differenzierenden Angaben).

Aktivitäten/Methoden:

Unter Berücksichtigung der industriellen Anwendungsrelevanz, dem neuesten Stand der Technik von Epoxidharzsystemen und aus der Menge der Stoffe, die bisher noch nicht gemäß der sensibilisierenden Wirkstärke eingeordnet wurden, wurde im Vorfeld des Projektes eine entsprechende Stoffliste generiert. Die Testmaterialien werden von Vertretern der herstellenden Industrie synthetisiert und kostenlos für die Testung zur Verfügung gestellt. Das Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe GmbH (FoBiG) übernimmt die Koordination des Testmaterialversands. Die Stoffe werden im Genomic Allergen Rapid Detection (GARD™), einem In-vitro-Test zur Vorhersage der sensibilisierenden Eigenschaften und Wirkstärke von Chemikalien, überprüft. Die Umlaufzeit nach Erhalt der Testmaterialien liegt bei circa 20 Wochen. Am Ende der Testung und abschließender Diskussion wird ein wissenschaftlicher Bericht mit den Ergebnissen der durchgeführten Testungen vorliegen. Diese werden durch FoBiG in den Abschlussbericht des vorliegenden Projekts integriert.

Stand:

08.05.2020

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe GmbH (FoBiG)
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Gefahrstoffe

Schlagworte:

Chemische Arbeitsstoffe, Allergisierende Stoffe

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Hautsensibilisierung, Epoxidharze, In-vitro-Testungen