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Beurteilung der akustischen Eigenschaften von Arbeitsräumen mit Hilfe eines Rechenmodells

Projekt-Nr. BIA 4060

Status:

abgeschlossen 07/1996

Zielsetzung:

Um in neu errichteten Arbeitsräumen hohe Lärmbelastungen aufgrund von Schallreflexionen an Decken und Wänden zu vermeiden, bestehen nach der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) "Lärm" in der Bundesrepublik Deutschland bestimmte Anforderungen an die raumakustische Gestaltung der Räume. Als Hilfe für die akustische Auslegung von Arbeitsräumen wurde die VDI-Richtlinie 3760 "Berechnung und Messung der Schallausbreitung in Arbeitsräumen" verabschiedet, die ein Modell zur Berechnung der Schallausbreitung für quaderförmige Arbeitsräume beschreibt. Entsprechende PC-Programme werden inzwischen von verschiedenen Firmen angeboten. Im Rahmen des Projektes sollte untersucht werden, wie zuverlässig sich damit die akustischen Eigenschaften von Arbeitsräumen prognostizieren lassen und welche Beziehungen zwischen den in der VDI-Richtlinie definierten raumakustischen Kennwerten und den bisher üblichen Kennwerten nach UVV "Lärm" bzw. dem Lärmschutz-Arbeitsblatt LSA 03-234 "Geräuschminderung in Fertigungshallen" (ZH 1/564.16) bestehen.

Aktivitäten/Methoden:

Anhand von ca. 50 Arbeitsräumen, die im Rahmen von Lärmminderungs-Betriebsberatungen des BIA raumakustisch untersucht wurden, wurden die messtechnisch erfassten Schallausbreitungskurven mit den entsprechenden nach VDI 3760 berechneten Kurven verglichen. Ausserdem wurden die verschiedenen in der VDI-Richtlinie definierten raumakustischen Kennwerte mit den entsprechenden nach LSA 03-234 messtechnisch ermittelten Kennwerten verglichen.

Ergebnisse:

Die Berechnungen nach der VDI-Richtlinie 3760 beschreiben in guter Näherung die tatsächlich erfassten raumakustischen Verhältnisse. Von den in der VDI-Richtlinie definierten raumakustischen Kennwerten stimmt die für den Nahbereich (1 bis 5 m) berechnete Pegelabnahme je Abstandsverdoppelung DL2 (nah) jeweils am besten mit dem nach dem LSA-Blatt 03-234 messtechnisch ermittelten Pegelabnahme-Kennwert überein. Deshalb können bei der raumakustischen Beurteilung von Arbeitsräumen entsprechende Berechnungen nach der VDI-Richtlinie 3760 eingesetzt werden. Im Vergleich zu den bisher üblichen Verfahren ergibt sich damit eine Erweiterung des Anwendungsbereiches, z.B. auf industrielle Flachräume. Mit Hilfe des Rechenprogrammes lassen sich gezielt besonders wirksame und kostengünstige Maßnahmen ermitteln.

Weitere Informationen:

Stand:

03.02.2000

Projekt

Gefördert durch:
  • Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften - HVBG
Projektdurchführung:
  • Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit - BIA
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Lärm/Vibrationen

Schlagworte:

Lärm, Messverfahren

Weitere Schlagworte zum Projekt:

VDI-Richtlinie 3760, Rechenmodell, Schallausbreitung in Arbeitsräumen, raumakustische Kennwerte, raumakustische Planung von Arbeitsräumen

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