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Personengetragenes Staubprobenahmesystem mit einem Volumenstrom von 10 L/min

Projekt-Nr. BIA 1061

Status:

abgeschlossen 01/1999

Zielsetzung:

Durch die Herabsetzung von Expositionsgrenzwerten für Stäube an Arbeitsplätzen wurde es notwendig, niedrigere Staubkonzentrationen als bisher personenbezogen messen zu können. Mit den z. Zt. verwendeten personengetragenen Probenahmesystemen, die bei Luftdurchsatzraten von 2,0 bzw. 3,5 L/min betrieben werden, können solche geringen Konzentrationen nicht mehr gemessen werden. Ein neues Probenahmesystem war zu entwickeln, mit dem die einatembare und die alveolengängige Staubfraktion nach EN 481"Arbeitsplatzatmosphäre: Festlegung der Teilchengrößenverteilung zur Messung luftgetragener Partikeln" auch bei niedrigen Konzentrationen personenbezogen bestimmt werden können.

Aktivitäten/Methoden:

Durch die Erhöhung der Luftdurchsatzrate auf 10 L/min wurde die Nachweisgrenze des Meßverfahrens herabgesetzt. Dadurch ist es möglich, auch niedrigere Staubkonzentrationen als bisher zu messen. Der im BIA entwickelte Probenahmekopf GSP zur Probenahme der einatembaren Staubfraktion wurde modifiziert: Die Öffnung des Ansaugkegels wurde vergrößert und die Form des Ansaugkegels wurde in einer Reihe von Staubkanalversuchen auf die Probenahme mit 10 L/min optimiert. Für die Probenahme der alveolaren Staubfraktion wurde ein neuer Zyklon entwickelt, der ebenfalls bei Staubkanalversuchen auf die Probenahme mit 10 L/min optimiert wurde. Eine Reihe von personengetragenen Pumpen und Pumpenkombinationen wurde auf ihre Eignung untersucht. Eine der Pumpen erfüllt die grundsätzlichen Voraussetzungen für den Einsatz mit einem Luftvolumenstrom von 10 L/min.

Ergebnisse:

Es wurde ein neues personengetragenes Staubprobenahmesystem entwickelt. Das Probenahmesystem arbeitet mit einer erhöhten Luftdurchsatzrate von 10 L/min und ist damit in der Lage, geringere Staubkonzentrationen als die bisher eingesetzten Systeme zu messen. Das System besteht aus drei Komponenten: Probenahmekopf GSP 10 für die Sammlung der einatembaren Staubfraktion nach EN 481; Probenahmekopf FSP 10 für die Sammlung der alveolaren Staubfraktion nach EN 481; Probenahmepumpe GSM SG 10. Der Probenahmekopf GSP 10 ist mit dem bisher eingesetzten Probenahmekopf GSP 3,5 kompatibel, so daß die gleichen Filter und Filterhalterungen eingesetzt werden können. Die gleiche Kompatibilität besteht zwischen dem neuen FSP 10 und dem bisherigen FSP 2.

Weitere Informationen:

Stand:

30.07.1999

Projekt

Gefördert durch:
  • Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften - HVBG
Projektdurchführung:
  • Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit - BIA
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Gefahrstoffe

Schlagworte:

Meßverfahren, Chemische Arbeitsstoffe, Exposition

Weitere Schlagworte zum Projekt:

personenbezogene Probenahme, Stäube, Luftvolumenstrom 10 L/min, Staubkonzentrationen

Kontakt