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Optimierung von Auffangeinrichtungen - Biomechanische Beanspruchungsgrenzen des Menschen (Hauptstudie)

Projekt-Nr. FFFF 0068

Status:

abgeschlossen 03/1993

Zielsetzung:

Für die Konstruktion und Dimensionierung von Auffangeinrichtungen werden Fallversuche mit starren Prüfkörpern zugrunde gelegt. Die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers bei der Krafteinleitung durch die Auffangeinrichtung wird dabei nicht berücksichtigt. Ziel: Ermittlung der biomechanischen Beanspruchung des menschlichen Körpers beim Wirksamwerden von Auffangeinrichtungen (Fanggerüst, Auffangnetz und Sicherheitsgeschirr); Festlegung von darauf basierenden Lastannahmen; Nachweis der Übertragbarkeit von Dummy-Versuchen.

Aktivitäten/Methoden:

Rechnerische Simulation von Fall und Aufprall eines menschlichen Körpers; Versuche mit Dummys und Probanden; Ableitung von Belastungs-Grenzwerten; Ableitung von Absturzhöhen-Grenzwerten

Ergebnisse:

Körpermodell aus Rumpf und Beinen für Rechnersimulation (Absturz auf Fanggerüste und Auffangnetze). Als biomechanische Belastungsgrenze wurden Werte von Körperschadensfällen zugrunde gelegt, bei denen mit 35-50 %iger Häufigkeit Frakturen eintraten. Für Schenkelfrakturen (Landung auf den Füßen) ergab sich eine Längskraft von 1.000 dN. Beim Absturz in Fanggerüste besteht ab 1,5 m Fallhöhe eine mindestens 50%ige Wahrscheinlichkeit für knöcherne Verletzungen, beim Absturz in Auffangnetze ab 6 m.

Veröffentlichungen:

Hospach, Grams, Kloß: Interdisziplinäre Forschungsansätze bei Schutzausrüstungen gegen Absturz. Die BG (1994) Nr. 9 (Teil 1) und (1994) Nr. 12 (Teil 2)

Stand:

09.08.1999

Projekt

Gefördert durch:
  • Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG)
Projektdurchführung:
  • Universität Tübingen (Abt. Biomechanik)
  • Universität Heidelberg (Institut für Rechtsmedizin)
  • DMT-Gesellschaft für Forschung und Prüfung
  • Bochum
  • Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit - BIA
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Mechanische Gefährdungen

Schlagworte:

Sturz- und Absturzgefährdung, Persönliche Schutzausrüstung, Ergonomie

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Knochenbruchwahrscheinlichkeit