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Integrationsprogramm Arbeit und Gesundheit (IPAG)

Projekt-Nr. BGZ 0002

Status:

laufend

Zielsetzung:

Für die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und die Krankenkassen erfordert die Verpflichtung zur Zusammenarbeit bei der Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren eine neu angelegte, inhaltlich- methodisch erweiterte Form der Kooperation. IPAG entwickelt daher Vorgehensweisen, die eine systematische Kooperation von Krankenkassen, Unfallversicherungsträgern, Betrieben, Branchen und weiteren Dienstleistungsanbietern im Arbeitsschutz erlauben.

Aktivitäten/Methoden:

Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitspakete: 1) Aufbau von branchenbezogenen Kooperationsstrukturen Zentrales Anliegen des Projektes ist es, insbesondere für die spezifischen Belange von kleinen und mittelständisch strukturierten Betrieben eine tragfähige Form der Zusammenarbeit aufzubauen. Dabei gilt es, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen arbeitsfähige und effektive Strukturen zu entwickeln und für eine dauerhafte Einrichtung zu erproben. Betriebliche Prozesse und die vorhandenen überbetrieblichen Zusammenschlüsse sollen angemessen in die Kooperation eingebunden werden. 2) Entwicklung von tätigkeitsbezogenen Präventionsansätzen Ausgehend von den vorhandenen Erkenntnissen und betrieblichen Verhältnissen sollen Präventionsansätze für ausgewählte Tätigkeitsgruppen abgeleitet werden. Als Basis dafür dienen die branchenbezogenen Kooperationsstrukturen (1), die Methodik der Krankenkassenarten übergreifenden Zusammenarbeit (3) sowie die Erschließung und Einbeziehung weiterer relevanter Daten (4). 3) Krankenkassenarten übergreifende Zusammenführung von Arbeitsunfähigkeitsdaten Es werden insbesondere die methodischen und datentechnischen Voraussetzungen für die Krankenkassenarten übergreifende Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten geprüft. Dabei stehen Fragen der praktisch-organisatorischen Machbarkeit und der fachlichen Notwendigkeit im Mittelpunkt des Interesses. 4) Erschließung und Einbeziehung weiterer relevanter Daten Neben den Arbeitsunfähigkeitsdaten und Arbeitsunfalldaten werden von den Krankenkassen und den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung eine Vielzahl weiterer Daten vorgehalten. Diese wurden bislang nur unzureichend oder gar nicht für die Gewinnung von Erkenntnissen über Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und Erkrankungen genutzt. Die Datenbestände sollen im Hinblick auf ihren Nutzen für Erkenntnisgewinnung geprüft werden. Bei Eignung dieser Daten sollen Wege ihrer sinnvollen Einbeziehung in die Analysen aufgezeigt werden.

Stand:

05.08.1999

Projekt

Gefördert durch:
  • Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)
Projektdurchführung:
  • HVBG
  • AOK Bundesverband
  • BKK BV
  • BV der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften
  • BV der landwirtschaftlichen Krankenkassen
  • Bundesverband der Unfallkassen
  • IKK BV
  • Verband der Angestellten-Krankenkassen
  • Arbeiter-Ersatzkassen-Verband
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

Schlagworte:

Arbeitsumwelt (Belastungen, Gefährdungen, Expositionen, Risiken), Epidemiologie

Weitere Schlagworte zum Projekt:

arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren, Sozialversicherungsdaten, Arbeitsunfähigkeitsdaten, Belastungsdaten, statistische Zusammenhangsanalyse, regionale Kooperation, Netzwerk, Gefährdungsermittlung, Kraftfahrzeughandwerk, Fleischerhandwerk, Lackherstellung, Chemische Industrie, Tankstellen, Krankenhaus, Gesundheitswesen, Landwirtschaft, Metallverarbeitung