Schichtarbeit

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Bild: Lai Leng Yiap - fotolia.com

Zahlreiche Beschäftigte im Gesundheitswesen, im Handel und Gastgewerbe sowie in anderen Branchen arbeiten in einer 24 Stunden Arbeits- und Dienstleistungswelt. Ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass dabei die Arbeitszeiten immer weiter in die Abend- und Nachtstunden und Wochenenden ausgedehnt werden. Schichtarbeit hat zahlreiche Effekte für die Betroffenen. Schichtarbeiter, insbesondere Nachtschichtarbeiter, leiden oft unter Schlafstörungen, da ihr Tagesrhythmus weiterhin zu einem großen Teil von Faktoren wie Tageslicht bzw. sozialen und familiären Kontakten bestimmt wird. Schlafstörungen führen auch zu einer Reihe von unspezifischen gesundheitlichen Effekten, zu denen neben Konzentrationsschwäche, Nervosität und vorzeitiger Ermüdung auch Appetitlosigkeit und Magenbeschwerden gehören können. Verschiedene epidemiologische Studien diskutieren, ob Schichtarbeit an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Brustkrebs und psychischen Störungen beteiligt ist. Da die möglichen Auswirkungen der Schichtarbeit vielfältiger Natur sind, kooperieren bei diesem Thema alle drei Forschungsinstitute der DGUV.

Das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) beschäftigt sich dabei vor allem mit den gesundheitlichen Folgen der Schichtarbeit. Beim Institut für Arbeitsschutz (IFA) stehen die Erfassung von Schichtarbeitssystemen sowie die Beeinflussung des Unfallrisikos im Vordergrund und das Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) setzt sich vor allem mit den Auswirkungen auf den Schlaf und das soziale Leben auseinander.

In einem Kooperationsprojekt haben die drei Institute den aktuellen Wissensstand zusammengetragen und "Gute-Praxis-Empfehlungen" dargestellt. Darüber hinaus haben sie den Forschungsbedarf sowie Handlungsempfehlungen für die gesetzliche Unfallversicherung abgeleitet. Die Ergebnisse wurden in einem Report zusammengetragen, der heruntergeladen werden kann.

Leitlinie

Eine Leitlinie "Gesundheitliche Aspekte und Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit" wird aktuell von einer Experten-Kommission der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) erarbeitet. Weitere Informationen sind auf der Internetseite AWMF online zu finden.

Weitere Ansprechpartner

Gesundheitliche Auswirkungen
Dr. Sylvia Rabstein
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV
Institut der Ruhr-Universität-Bochum (IPA)
Kompetenz-Zentrum Epidemiologie
Telefon: 0234 302-4595
Dr. med. Dirk Pallapies
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV
Institut der Ruhr-Universität-Bochum (IPA)
Stabsstelle Regulation
Telefon: 0234 302-4519
Unfälle
Dr. Frank Bochmann
Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA)
Fachbereich 1 - Leitung angewandte Epidemiologie
Telefon: 02241 231-2762
Fortbildung und Beratung sowie Psychische Belastung
Dr. Hanna Zieschang
Institut für Arbeit und Gesundheit  der DGUV (IAG)
Bereich "Arbeitsgestaltung - Demografie"
Tel: 0351 457-1610
Christian Pangert
Abteilung Sicherheit und Gesundheit (SiGe)
Referat "Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren"
Telefon: 089 62272-210

Ansprechpersonen

Dr. Sylvia Rabstein
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV
Institut der Ruhr-Universität-Bochum (IPA)
Kompetenz-Zentrum Epidemiologie
Telefon: 0234 302-4595

Dr. Hanna Zieschang
Institut für Arbeit und Gesundheit  der DGUV (IAG)
Bereich "Arbeitsgestaltung - Demografie"
Tel: 0351 457-1610

Weitere Ansprechpartner, siehe unten.