Sachgebiet Glas und Keramik

Grenzwerte

Grenzwerte für verschiedene Stäube werden entweder für die (A-) alveolengängige oder für die (E-) einatembare Staubfraktion festgelegt. Eine Liste mit stoffspezifischen Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW) können Sie der TRGS 900 "Arbeitsplatzgrenzwerte" entnehmen. Unabhängig davon wurden für Stäube ohne spezielle toxische Wirkung allgemeine Obergrenzen für die A- und E-Fraktion in der TRGS 900 veröffentlicht. Für den A-Staub gilt ein Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) von 1,25 mg/m³, für den E-Staub liegt der AGW bei 10 mg/m³. Die Gesamtheit der Werte für A- und E-Staub wird als Allgemeiner Staubgrenzwert (ASGW) bezeichnet.

Für die E-Fraktion ist ein Überschreitungsfaktor von 2 für Expositionsspitzen festgelegt. Das bedeutet, dass für einen Zeitraum von 15 Minuten in einer Schicht der jeweilige Grenzwert um das bis zu 2-fache überschritten werden darf. Über die ganze Schicht gemittelt (Schichtmittelwert) ist der Grenzwert einzuhalten.

Für die A-Fraktion wurde kein Kurzzeitwerteintrag in der TRGS 900 vorgenommen. Damit gilt bei Einhaltung des AGW von 1,25 mg/m³ gemäß TRGS 900 ein maximaler Überschreitungsfaktor von 8. Bei achtfacher Überschreitung von 1,25 mg/m³ viermal pro Schicht über 15 Minuten darf in einer Schicht keine weitere Exposition mehr erfolgen, da sonst der AGW überschritten wird.

Kann der A-Staub Grenzwert von 1,25 mg/m³ nicht eingehalten werden, gilt bis zum 31.12.18 unter bestimmten Bedingungen ein Beurteilungsmaßstab von 3 mg/m³ für die Überprüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. Für diesen Beurteilungsmaßstab ist ein Kurzzeitwert von 2(II) anzuwenden.

Ansprechpartner:

Frank Beschorner
Tel.: 0931 7943-329