Themenfeld Draht- und Biegemaschinen

Bild zeigt eine Federherstellungsmaschine

Federherstellungsmaschine,
Fa. Itaya Europe GmbH

Das Fertigungsverfahren des Kaltumformens von Metall und hier insbesondere das "Biegeumformen mit drehender Werkzeugbewegung" hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewandelt und um neue Fertigungsmethoden erweitert. Die sich verändernden Anforderungen in der metallverarbeitenden Industrie an neue Biegeerzeugnisse konnten mit den ursprünglichen Formen der Drähte, Bleche und Rohre nicht mehr abgedeckt werden. Hinzu kamen Profile mit sehr unterschiedlichen Querschnittsgeometrien. Sie entsprechen den Anforderungen neuer Konstruktions- und Designermethoden, die Biegeteile mit tragender statischer Funktion benötigen – beispielsweise für Achterbahnen oder Regalen.

Im Gegensatz zu den Pressen, die das Fertigungsverfahren "Biegeumformen mit geradliniger Werkzeugbewegung" verwenden (siehe Themenfeld Pressen und Schmieden), gibt es bisher für Draht- und Biegemaschinen keine Produktnormen, die die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen für Konstruktion und Bau der Biegemaschinen enthalten.

Alle erstmals im europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr gebrachte und in Betrieb genommene Draht- und Biegemaschinen unterliegen der EG-Richtlinie für Maschinen (2006/42/EG) und müssen diese erfüllen.

Das Themenfeld Draht- und Biegemaschinen befasst sich mit Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes an folgenden Maschinen:

  • Schwenkbiege- und Langabkantmaschinen (Blechtafeln)
  • Blechrundbiegemaschinen (Blechtafeln)
  • Rohrbiegemaschinen (Rohre)
  • Profilbiegemaschinen (Profilmaterial)
  • Richtmaschinen (Coils, Betonstahlringe, …)
  • Sicken- und Bördelmaschinen
  • Maschinen der Drahtbearbeitung und Drahtverarbeitung (Federn, Schrauben, Bewehrungsdraht, Betonstabstahl etc.)
  • Drahtziehmaschinen

Der Fachbereich Holz und Metall mit seinem Themenfeld Draht- und Biegemaschinen leistet Hilfestellung bei der Planung neuer Maschinen und Anlagen sowie bei der Beurteilung von sicherheitstechnischen Konzepten. Neben der Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften, wird großer Wert auf die Praxistauglichkeit der Konzepte gelegt. So können Maschinenmanipulationen wirksam vorgebeugt und letztlich das Unfallrisiko vermindert werden.