FAQ

Themenfeld Arbeitsmittel Ausbau

Allgemein

Schussaparate

1. Was versteht man unter einer wesentlichen Veränderung einer Maschine?

Es liegt eine wesentliche Veränderung vor, wenn die Maschine nach der Veränderung ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nicht mehr sicher und eine ausreichende Risikominderung nicht durch einfache Schutzeinrichtungen erreicht werden kann.
Es liegt keine wesentliche Veränderung vor, wenn die Maschine auch nach der Veränderung ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen sicher ist oder die Maschine auch nach der Veränderung ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nicht mehr sicher ist und die neue Gefährdung oder das erhöhte Risiko durch einfache Schutzeinrichtungen beseitigt oder zumindest hinreichend minimiert werden können.
Unter einer einfachen Schutzeinrichtung im vorgenannten Sinne kann z. B. eine feststehende trennende Schutzeinrichtung verstanden werden. Als einfache Schutzeinrichtungen gelten auch bewegliche trennende Schutzeinrichtungen und nicht trennende Schutzeinrichtungen, die nicht erheblich in die bestehende sicherheitstechnische Steuerung der Maschine eingreifen.
Die wesentlich veränderte Maschine wird wie eine neue Maschine behandelt. Die Person, die für die wesentliche Veränderung verantwortlich ist, wird zum Hersteller und hat sicherzustellen, dass die wesentlich veränderte Maschine den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen gemäß Anhang I der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entspricht.

2. Müssen Mörtelmisch- und –fördermaschinen vor der Konformitätserklärung durch den Hersteller auch noch von einer unabhängigen Prüfstelle geprüft werden?

Da Mörtelmisch- und –fördermaschinen nicht im Anhang IV der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG genannt sind, ist der Hersteller dieser Maschinen verpflichtet, ein Konformitätsverfahren mit interner Fertigungskontrolle durchzuführen. Dies kann er eigenständig durchführen. Eine EG-Baumusterprüfung durch eine notifizierte Stelle ist nicht erforderlich.

3. Müssen Misch- und Fördermaschinen für Beton und Mörtel mit dem jeweiligen Schallleistungspegel gekennzeichnet sein?

Misch- und Fördermaschinen für Beton und Mörtel unterliegen nach der Richtlinie 2000/14EG (sogenannte „Outdoor-Richtlinie“) der Kennzeichnungspflicht. Der Hersteller hat den garantierten Schallleistungspegel in dB auf einem mindestens 40 mm hohen Piktogramm auf der Maschine anzubringen.
Die Kennzeichnungspflicht dient zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Menschen sowie zur Information.

4. Welche Qualifizierung benötigen die Bediener von Autobetonpumpen?

Bediener von Betonpumpensind vom Unternehmer im Umgang mit Autobetonpumpen zu unterweisen. Die Befähigung ist dem Unternehmer gegenüber nachzuweisen. Zur Unterweisung gehören neben der theoretischen Wissensvermittlung die Vermittlung des einschlägigen Vorschriften und Regelwerkes, die Gelegenheit zum Erwerb einer ausreichenden Fahrpraxis sowie die Fähigkeit, Mängel zu erkennen, die die Arbeitssicherheit gefährden.
Als Orientierungshilfe für den Unternehmer kann DGUV-Information 213-020 (bisher BGI 5044) „Auswahl und Qualifizierung von Betonpumpenmaschinisten“ dienen. Es werden Maßstäbe vorgegeben, geeignete Personen auszuwählen und diese durch eine entsprechende Qualifizierung zum Führen von Autobetonpumpen zu befähigen.
Die BG RCI und einige Betonpumpenhersteller bieten Seminare an, die zur Unterstützung des Unternehmers die Qualifizierung von Betonpumpenmaschinisten und -maschinistinnen nach DGUV-Information 213-020 zum Ziel haben.

5. Schussapparate: Arten, Herstellung und Anwendung

Die C.I.P. Beschlüsse sind im Beschussgesetz und in der Beschussgesetzverordnung dokumentiert. Tabelle mit Stand vom Nov. 2016 (DOCX, 19 kB)