Nationale und internationale Leitfäden

Durch die zunehmende Globalisierung und die sich dadurch ändernden wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen werden der Nachweis eines aktiven Arbeitsschutzes in den Unternehmen sowie die Sicherheit der hergestellten Produkte und Dienstleistungen zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor. Zusätzlich ändern sich die Anforderungen an den Arbeitsschutz in dem Maße, wie sich die Arbeitswelt und das gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Umfeld. Diesen Veränderungen muss sich der Arbeitsschutz stellen.

Die Deregulierung bzw. Liberalisierung im Arbeitsschutz schafft einen größeren Gestaltungsspielraum für die Unternehmen, aber gleichzeitig wird damit der Nachweis der sicheren und nachhaltigen Einhaltung bzw. Ausfüllung von öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen zur zentralen Aufgabe.

Die europäische und deutsche Gesetzgebung setzt dabei auf die unternehmerischen Pflichten (siehe Gefährdungsermittlung und Risikobeurteilung) und auf ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Daher sind entsprechend transparente und systematische innerbetriebliche Arbeitsschutzregelungen und –verfahren von großer Bedeutung für die Unternehmen.

Der "Nationale Leitfaden für Arbeitsschutzmanagementsysteme" ermöglicht es den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung oder den staatlichen Arbeitsschutzbehörden, im Rahmen einer Systemkontrolle den Unternehmen eine freiwillige Überprüfung der Wirksamkeit ihres AMS anzubieten und das Ergebnis schriftlich zu bestätigen.

In Deutschland weit verbreitete Standards zu AMS sind:

  • Sicher mit System (Unfallkassen und Berufsgenossenschaften)
  • OHRIS (Länder Bayern, Saarland und Sachsen)
  • ASCA (Land Hessen)
  • OHSAS 18001 (kommerziell; wird zukünftig ersetzt durch ISO 45001)
  • SCC-Checkliste Version 2011 (kommerziell)