Themenfeld Handwerkzeuge

Handwerkszeuge sind die ältesten Arbeitsmittel des Menschen. Trotz der Entwicklung der mechanisierten Technik sind sie auch heute unentbehrlich.

Mangelhafte Handwerkzeuge, falsche Verwendung, Sorglosigkeit und mangelnde Übung können Ursache für Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen bis hin zu Berufskrankheiten sein.

Auf Sicherheit und Ergonomie von Handwerkszeugen zielen ab:

  • Normgerechte Konstruktion und Herstellung
  • handgerechte Form der Griffe
  • Geeignete Auswahl der Handwerkzeuge
  • Fachkundiger Gebrauch
  • Geordnete und ungefährliche Aufbewahrung
  • Rechtzeitige und fachkundige Instandhaltung

Anwendende sollten sich beim Umgang mit Handwerkszeugen des möglichen Verletzungsrisikos bewusst sein.

Bei der Beschaffung von Handwerkszeugen kann auf folgende Kennzeichnungen geachtet werden.

  • Angabe zum Beispiel einer DIN-Norm:
    Es handelt sich um ein genormtes Arbeitsmittel, bei dem der Hersteller den gesamten Normeninhalt einzuhalten hat. Fehlt die Kennzeichnung, ist eine qualitative Einordnung ohne Prüfung des Arbeitsmittels oft nicht möglich.
  • Zeichen "GS-geprüfte Sicherheit":
    Durch dieses Zeichen weisen Hersteller oder Einführer des Erzeugnisses darauf hin, dass sie eine Bescheinigung über eine erfolgreich durchgeführte Baumusterprüfung bezüglich der Arbeitssicherheit des gekennzeichneten technischen Arbeitsmittels besitzen.
  • Angabe der Herstellermarke:
    Dies ist ein Indiz für die Erfüllung der notwendigen Qualitätsanforderungen. Produzenten, die das Werkzeug mit ihrer Herstellermarke versehen, übernehmen damit bewusst die Verantwortung für das Produkt.
  • Zeichen "Deutsches Werkzeug - made in Germany":
    Es handelt sich bei einem aufgebrachten Namenszug oder Firmenzeichen um eine Herstellermarke. Der Aufkleber dokumentiert, dass das Werkzeug seine qualitätsbegründenden Produktionsschritte in Deutschland erhalten hat und damit die Ursprungskennzeichnung "Made in Germany" zu Recht trägt.

Handwerkszeuge sind teils für universelle, teils auch für ganz spezielle Anwendungen bestimmt. Daher gelten folgende Forderungen an Bereitsteller und Benutzer:

Ein ausreichend sortierter Satz von Spezialwerkzeugen ist Voraussetzung für Sicherheit und gute, effektive Arbeit. Es zudem ist wichtig, das richtige Werkzeug für den jeweiligen Einsatzfall auszuwählen.

  • Schraubenschlüssel sind keine Schlagwerkzeuge
  • Schraubendreher sind keine Stemmwerkzeuge
  • Hämmer sind keine Biegewerkzeuge
  • ...

Falscher Einsatz beschädigt das Handwerkszeug und verursacht Unfälle.

Ansprechperson

Dipl.-Ing. Ralf Schulz
Berufsgenossenschaft Holz und Metall
Hugo-Eckener-Str. 20
50829 Köln
Tel.: + 49 6131 802-14997

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