Vereinbarung über Dachlatten mit CE-Zeichen aus Nadelholz

Die Verbändevereinbarung wurde anlässlich des 4. Bau-Wirtschaftstages am 11. November 2015 durch die relevanten Handwerks-, Handels- und Herstellerverbände und das Sachgebiet Hochbau der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unterzeichnet, um die Sicherheit der auf Dächern arbeitenden Handwerker zu verbessern.

Die Vereinbarung gilt ab dem 01.01.2016, beschreibt die Anforderungen an Dachlatten aus Nadelholz zur Verhütung von Arbeitsunfällen und fasst die für die CE-Kennzeichnung notwendigen Angaben zur Sortierung, Beschreibung (Unterlagen) und Kennzeichnung zusammen.

Sie definiert Querschnitte für Dachlatten aus Nadelholz in Bezug auf den maximal zulässigen Sparrenabstand ohne einen weiteren rechnerischen Nachweis. Die in der Praxis bewährte leichte Erkennbarkeit einer qualitätsgerechten Dachlatte mittels roter Markierung an einer ihrer Stirnseiten wurde beibehalten.

Dachlatten, welche als Standplatz bei Dacharbeiten genutzt werden und nicht den in der Vereinbarung genannten Abmessungen und Anforderungen entsprechen, müssen zusätzlich zur DIN EN 1991-1-1 / NA 2010-12 für eine Einzellast in Feldmitte von 1000 N verteilt auf 15 cm Breite bemessen und deren Eignung nachgewiesen werden.

Weitere Informationen

Die Berichte der Technischen Universität München können auf Nachfrage vom Sachgebiet zur Verfügung gestellt werden.