Studieren in Zeiten von Corona

Interview mit Saskia Köpsell, Referentin Steuerung, Qualitätsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit an der HGU.

22.09.2020

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Saskia Köpsell Foto: DGUV

Wo sonst bis zu 150 Studierende in einem Hörsaal sitzen, war es in den Hörsälen der HGU seit dem Frühjahr außerordentlich still. Das Corona-Virus hat auch den Hochschulbetrieb der HGU in Bad Hersfeld und Hennef vollkommen verändert. Vor welchen Herausforderungen standen die Mitarbeitenden der HGU und wie lief das erste Online-Semester? Zu diesem Thema interviewte die Redaktion des internen DGUV-Newsletters Saskia Köpsell, Referentin Steuerung, Qualitätsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit an der HGU.

Frau Köpsell, die Corona-Pandemie kam völlig unerwartet. Vor welchen Herausforderungen stand die HGU plötzlich?

Die Corona-Krise kam für uns alle überraschend und ohne Vorankündigung. So musste die HGU seit März 2020 komplett auf „distance-learning“ umstellen und sogar Seminare absagen. Seitdem saßen die Studierenden in virtuellen Klassenzimmern anstatt im Hörsaal und bearbeiten Fallaufgaben und Übungen online. Damit einher gingen auch neue Herausforderungen für die Lehrenden, wie z.B. Umgang mit noch nicht dafür vorgesehener Technik und das Umstellen der didaktischen Konzepte speziell für die Online-Lehre.

Für die Mitarbeitenden der HGU wurde – wie insgesamt bei der DGUV – plötzlich das Thema mobiles Arbeiten wichtig. Die hauptamtlich Lehrenden sind das mobile Arbeiten seit Jahren gewöhnt und konnten problemlos – bedingt durch die vorhandene Ausstattung – umschwenken. Die Mitarbeitenden im administrativen Bereich hatten das Glück, dass genügend Pool-Laptops vorhanden waren, die mit aller relevanten Software ausgestattet sind und direkt einsatzbereit waren. Somit konnten auch die Mitarbeitenden im administrativen Bereich die Möglichkeit des mobilen Arbeitens, ohne größere Systembrüche, nutzen.

Wie sind die Lehrenden und Studierenden mit den neuen Bedingungen zurechtgekommen?

Die Corona-Pandemie forderte von allen Mitarbeitenden und Studierenden plötzlich viel Flexibilität und Selbstdisziplin. Um das Semester für die Studierenden möglichst strukturiert zu gestalten, hat die HGU einen Wochenstrukturplan für die Semesterplanung erarbeitet. Neben neuen Formaten, wie YuLinc, das als virtuelles Klassenzimmer diente, wurde auch die Lernplattform Ilias genutzt, die die Studierenden bereits seit dem Studienstart kennen. Um den Unterricht möglichst abwechslungsreich zu gestalten, nutzten die Lehrenden viele unterschiedliche Online-Formate, wie zum Beispiel Podcasts, Screencasts, Skripte und Lerneinheiten, digitale Übungen und Abgabetools.

Das Ablegen der Prüfungsleistungen wurde sichergestellt durch Onlineprüfungen und unter Verwendung von digitalen Abgabetools. Herausforderungen lagen hier eher im technischen Bereich, wie z.B. an einer guten privaten Internetbandbreite oder einer stabilen Internetverbindung da die Studierenden deutschlandweit wohnhaft sind.

Das kommende Wintersemester steht in den Startlöchern. Wie wird dieses aussehen?

Für das Wintersemester ist eine Kombination aus Online- und Präsenzlehre geplant, so dass wieder gewisse Zeiten am Campus verbracht werden können. Der Verwaltungsbereich hat dafür ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet, das hohe Hygienestandards an der HGU gewährleistet.

Pressekontakt

Hochschule der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (HGU)

Saskia Köpsell, Referentin
Seilerweg 54
36251 Bad Hersfeld
Tel: +49 30 13001-6505