Mol/Med 17: Untersuchungen zur Identifizierung individueller Gefahrstoffempfindlichkeiten

bei Exposition gegenüber polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK's) und Styrol

Laufzeit:01/2001 - 12/2004

Projektleiter:
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Deskriptoren:PAK, Styrol, Cytochrom P 450, Glutathion-S-Transferasen, mikrosomale Epoxidhydrolase, SNPs

Anlass:

Die Erfassung innerer Belastungen durch Gefahrstoffe im Rahmen des Biomonitorings liefert deutliche Hinweise auf Variationen zwischen den Individuen. Als Ursache hierfür werden vor allem erhebliche Unterschiede in der Metabolisierung von Fremdstoffen gesehen, welche zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Gefahrstoffen und damit zu Problemen in der Charakterisierung minimal wirksamer Belastungen führen können. Eine besondere Rolle bei der Metabolisierung von PAKs und Styrol wird bestimmten Isoenzymen (Cytochrom P 450-Varianten, Glutathion-S-Transferasen und den Epoxidhydrolasen) zugesprochen, die mit anderen Polymorphismen unter dem wissenschaftlichen Begriff SNPs (single nucleotide polymorphisms) zusammengefasst werden.

Ziel:

Etablierung der "Real-time"-Technologie am IPA. Unter Berücksichtigung des Rauchverhaltens und der durch "Ambient Monitoring" ermittelten Belastungen am Arbeitsplatz sollen zwei Kernfragen beantwortet werden:

  • 1.Bestehen Korrelationen zwischen den im Rahmen von Tox 1 erfassten DNA-Schädigungen und den Varianten der an der Metabolisierung von PAK beteiligten Enzyme?
  • 2.Besteht ein Zusammenhang zwischen den innerhalb eines HVBG-geförderten Projekts "PAK-Belastung am Arbeitsplatz" durchgeführten Messungen von Parametern der inneren Belastung (u.a. 1-OH-Pyren bzw. OH-Phenantrene) und den ermittelten Varianten der an der Metabolisierung beteiligten Enzyme?

In einem Kollektiv von Beschäftigten aus der glasfaserverstärkten Kunststoff-Herstellung soll für den Arbeitsstoff Styrol die Frage beantwortet werden, ob es eine Korrelation zwischen den einzelnen Enzymvarianten und den zu ermittelnden Daten der inneren Styrol-Belastung unter Berücksichtigung des Rauchverhaltens gibt.

Methodik:

Anamnese, Klinische Untersuchungen, Biomonitoring im Urin (Metaboliten von PAK und Styrol) und im Blut (nur Styrol), Isolierung von DNA aus Lymphozyten, Real-time-PCR-Verfahren