BK-Info für Ärztinnen/Ärzte

BK 4301

J30-J39 Sonstige Krankheiten der oberen Atemwege
J40-J47 Chronische Krankheiten der unteren Atemwege

Diagnosen

Bei Ihrer Patientin bzw. Ihrem Patienten liegt eine der nachfolgend genannten Diagnosen vor?

  • J30.4 Allergische Rhinopathie, nicht näher bezeichnet
  • J45.0 Vorwiegend allergisches Asthma bronchiale
  • J45.9 Asthma bronchiale, nicht näher bezeichnet

Berufliche Tätigkeiten / Einwirkungen

War Ihre Patientin bzw. Ihr Patient eine der nachfolgend beschriebenen Einwirkungen bei der Arbeit ausgesetzt?

  • Pflanzliche, tierische oder sonstige Allergene

Beispiele:

  • Pflanzliche Allergene: z. B. Staub von Mehl und Kleie aus Getreide, Stäube verschiedener Holzarten, Rizinusbohnenstaub, Rohkaffeebohnenstaub, Kakaobohnenstaub, Lykopodiumstaub, schimmelpilzhaltige Aerosole, Paprikapollen, Erdbeerpollen, Tomatenpollen, Futtermittelstäube, Teestäube.
  • Tierische Allergene: z. B. Insektenstaub, Federnstaub, Haarstaub, Rohseidenstaub, Perlmutterstaub, Milben, Urine von Nagern, Tierepithelien.
  • Sonstige Allergene: Stoffe, die mit H334 oder als atemwegs-sensibilisierend eingestuft sind (siehe auch TRGS 406) wie z. B. Arzneimittel wie Antibiotika, Sulfonamide, Proteasen und enzymhaltige Stäube (z.B. alpha-Amylase, Phytase), Platin, Persulfate
    (Informativer Hinweis: Die Einstufung von Stoffen findet sich u. a. im betrieblichen Gefahrstoffverzeichnis oder im Sicherheitsdatenblatt).

Liegen eine der genannten Diagnosen vor und war der/die Versicherte einer der genannten beruflichen Einwirkungen ausgesetzt, erstatten Sie bitte eine Berufskrankheiten-Verdachtsanzeige (DOC, 28 kB) für eine

Berufskrankheit Nr. 4301

Weitere Erläuterungen dazu finden Sie hier (PDF, 15 kB).

Weitere Informationen

Ist sich Ihre Patientin bzw. Ihr Patient nicht sicher, ob eine der genannten Einwirkungen stattgefunden hat, können Sie dies gerne bei der nächsten Vorstellung erneut überprüfen.

Wird keine der aufgeführten Einwirkungen angegeben, lässt sich derzeit ein Verdacht auf eine Berufskrankheit nicht begründen und es ist keine Berufskrankheiten-Anzeige notwendig. Wenn Sie aber insbesondere aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnis davon ausgehen, dass andere im Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit stattgefundene Einwirkungen die Erkrankung verursacht haben, könnten eventuell die Voraussetzungen des § 9 Abs. 2 SGB VII gegeben sein.

In diesen Fällen können Sie mit Zustimmung Ihrer Patientin bzw. Ihres Patienten eine Berufskrankheiten-Anzeige erstatten. Bitte geben Sie dort als Berufskrankheiten-Nr. § 9 Abs. 2 SGB VII an. Wenn Sie dann noch die Quelle Ihrer wissenschaftlichen Erkenntnis benennen würden, könnten Sie die weitere Prüfung durch den Unfallversicherungsträger beschleunigen. Vielen Dank dafür.