Schwangerschaft und Strahlenexposition

1 Dürfen Schwangere beruflich bedingte Strahlenexpositionen erhalten?

Das deutsche Strahlenschutzrecht lässt dies in geringem Umfang zu. In der Strahlenschutzverordnung § 37 Abs. 1 Nr. 2 d) und Abs. 2 ist die Zutrittsregelung von Schwangeren zu Kontrollbereichen geregelt. In der Röntgenverordnung findet man dies unter dem § 22 Abs. 1 Nr. 2 d) und Abs. 2.
Eine innere berufliche Strahlenexposition muss ausgeschlossen werden, das bedeutet ein Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen ist dann nicht erlaubt.

2 Welche besondere dosimetrische Überwachung ist bei Schwangeren erforderlich?

Sobald eine Frau ihren Arbeitgeber darüber informiert, dass sie schwanger ist, ist ihre berufliche Strahlenexposition arbeitswöchentlich zu ermitteln und ihr mitzuteilen.
Für ein ungeborenes Kind, das aufgrund der Beschäftigung der Mutter einer Strahlenexposition ausgesetzt ist, gilt ein Grenzwert vom Zeitpunkt der Mitteilung über die Schwangerschaft bis zu deren Ende von 1 mSv (StrlSchV §55 Abs. 4, RöV §31a Abs. 4). Als Bezugsdosis gilt die Organdosis der Gebärmutter der schwangeren Frau.