Viel Spaß und Inklusion auf dem „Tag ohne Grenzen“

Raum für Begegnungen auf dem Hamburger Rathausmarkt

  • Impression vom Tag ohne Grenzen

(Bild: MSSP - michael schwartz sportphoto)

Energiegeladene Wettkämpfe, waghalsige Skatedemonstrationen, anmutiger Rollstuhltanz, überraschende Mitmach-Erlebnisse - der "Tag ohne Grenzen" präsentierte sich bunt und vielfältig. Sportler und Sportlerinnen mit und ohne Behinderung begeisterten am 5. und 6. Juni auf dem Hamburger Rathausmarkt das Publikum. Bei strahlendem Sonnenschein kamen an beiden Tagen viele Tausende Interessierte. Zeitweilig wurde es eng in der auffälligen Zeltlandschaft vor dem Rathaus. Die Besucherinnen und Besucher schauten zu, kamen ins Gespräch mit den Aktiven und nutzten die Gelegenheit, sich selbst auszuprobieren. Einmal im Rollstuhl eine Rampe hochfahren und eine Bordsteinkante überrollen oder lernen, wie man sich in Gebärdensprache begrüßt. Das Interesse war groß und häufig auch das Staunen darüber, auf welche Barrieren Menschen mit Behinderung immer noch treffen und wie sie sie überwinden. Inklusion braucht Begegnung und dazu bot der "Tag ohne Grenzen" eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz stattete der Veranstaltung einen Besuch ab. Er begrüßte die Läufer und Läuferinnen der Inklusionsfackel und versprach, die Barrierefreiheit in seiner Stadt weiter voranzutreiben. Fest im Blick hat er dabei die Hamburger Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024.

"Toll", "überwältigend" - die Resonanz der Sportlerinnen und Sportler auf den "Tag ohne Grenzen" spiegelte die gute Stimmung auf dem Rathausmarkt. Einige freuten sich besonders, auch Sportarten wie Floorball oder Rollstuhl-Frisbee vorstellen zu können, die in der Öffentlichkeit noch nicht so bekannt sind. Ein besonderer Magnet für Kinder und Jugendliche war der Wheelchair-Skater David Lebuser: Action, Spaß und purer Nervenkitzel im Rollstuhl. "„Wer Inklusion fördern will, der muss Raum für Begegnungen geben. Das ist hier sehr gut gelungen", sagte Manuela Schmermund, Sportschützin und Aktivensprecherin der paralympischen Athletinnen und Athleten.

Auch die erste Bilanz der Veranstalter fiel positiv aus: "Beim 'Tag ohne Grenzen' ist es in hervorragender Weise gelungen, deutlich zu machen, dass Sport Gemeinschaft für Menschen mit und ohne Behinderung schafft. Und diese Gemeinschaft hilft dabei, das erlittene Schicksal zu überwinden. Viele sind heute neugierig geworden durch das, was hier alles gezeigt wurde, was wir gemeinsam erlebt haben. Ein richtig toller Tag!" erklärte der DGUV-Vorstandsvorsitzende Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting. "Der 'Tag ohne Grenzen' ist Teil einer Kette von Aktivitäten, mit der wir Rehabilitation und Inklusion unterstützen. In dieser Kette ist der 'Tag ohne Grenzen' ein besonders leuchtendes Stück", sagte Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Zusammen mit den Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und dem Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung (KUV) hat die DGUV den "Tag ohne Grenzen" initiiert. Organisiert wurde er vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband.

Sport spielt in der Rehabilitation der gesetzlichen Unfallversicherung eine wichtige Rolle. Er ist ein unverzichtbares Mittel, um Menschen zu mobilisieren und sie nach einem Arbeitsunfall zurück in ihren Beruf zu bringen. Darüber hinaus ist der Sport ein Medium für Inklusion, er schafft Verknüpfungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.