Prävention braucht Forschung
Wirksame Prävention braucht belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse. Nur wenn wir verstehen, wie Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen entstehen und welche Faktoren sie beeinflussen, können wir Arbeitgebende und unsere Versicherten beraten und schützen. Die Forschungsinstitute der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung verbinden deshalb Wissenschaft und Praxistransfer – ihre Erkenntnisse fließen in die Präventionsarbeit der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ein.
Angesichts einer Arbeitswelt im Wandel ist dies wichtiger denn je. Der Klimawandel, neue Gefahr- und Ersatzstoffe, Kreislaufwirtschaft oder der Einsatz künstlicher Intelligenz bringen Chancen, aber auch neue Risiken mit sich. Forschung hilft uns, neue Gefährdungen zu erkennen, Präventionsmaßnahmen abzuleiten und deren Wirksamkeit zu überprüfen.
Ein gutes Beispiel sind die Feuerwehren, deren Einsätze sich durch die klimawandelbedingten Extremwetter verändern. Die DGUV Akademie befragte dazu, gemeinsam mit der Hanseatischen Feuerwehrunfallkasse, Mitglieder freiwilliger Feuerwehren über ihre Einsatzrealität. Unser Institut für Arbeitsschutz ergänzt diese Forschung unter anderem durch Luftmessungen, die belegen, welchen Gefahrstoffen Feuerwehrleute bei Bränden ausgesetzt sind. Das Human-Biomonitoring des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV wiederum liefert Erkenntnisse, welche tatsächliche Belastung im Körper ankommt.
Aus diesem Zusammenspiel lassen sich konkrete Empfehlungen ableiten, welche helfen, Feuerwehrkräfte wirksam zu schützen. Zugleich zeigt sich hier beispielhaft, wie Forschung und Prävention ineinandergreifen: Wissenschaftliche Erkenntnisse liefern die Basis für wirksame Prävention. Die Forschung war, ist und bleibt ein hohes Gut für die gesetzliche Unfallversicherung.
Lesen Sie auch:
- Beitrag zur Studie "Extremwetter: Schaden eindämmen, ohne selbst Schaden zu nehmen"
- Interview mit Dr. Holger Koch vom Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA) "Chemikalien in unseren Körpern – wie belastet sind wir?"
Beitrag teilen: