Gefährdungsbeurteilung – binden Sie Ihr Team ein?
65 Prozent der Führungskräfte geben an, dass in ihrem Unternehmen Gefährdungen mittels einer Gefährdungsbeurteilung erfasst werden. Dabei binden 22 Prozent ihre Beschäftigten in diesen Prozess regelmäßig und systematisch ein. Das geht aus dem DGUV Barometer Arbeitswelt 2026 hervor, welches die DGUV im März veröffentlichte. Meist genutzte Instrumente sind Begehungen und Beschäftigtenbefragungen. Die Belastung durch Arbeitsbedingungen, -organisation oder -umgebung wird häufig nicht erfasst.
65 Prozent der Führungskräfte sagen, in ihren Unternehmen werden Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt. Aber nur bei rund der Hälfte (48 Prozent) wird dabei auch die psychische Belastung, beispielsweise durch Arbeitsbedingungen, Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung, erfasst. Schaut man auf die Unternehmensgröße, zeigt sich: Je größer ein Unternehmen ist, desto häufiger werden die Gefährdungen an den Arbeitsplätzen erfasst.
Einbindung der Beschäftigten
22 Prozent der Führungskräfte – insbesondere solche in großen Unternehmen – geben an, dass Beschäftigte „regelmäßig und systematisch“ in die Bewertung von Gefährdungen am Arbeitsplatz einbezogen werden, bei 25 Prozent „gelegentlich“. Bei 12 Prozent der Befragten finden Gefährdungsbeurteilungen ohne Einbezug der Beschäftigten statt.
Gefragt nach der Art der Einbindung der Beschäftigten, werden Beschäftigtenbefragungen und Begehungen (jeweils 59 Prozent) häufig genutzt, gefolgt von Sicherheits- oder Teamgesprächen im Arbeitsalltag (47 Prozent) und Vorschlagswesen oder Meldeverfahren für Gefährdungen (41 Prozent). Seltener werden Workshops durchgeführt oder Arbeitsgruppen zu Sicherheit und Gesundheit (26 Prozent) gebildet.
GUT ZU WISSEN
Das Barometer Arbeitswelt 2026 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) untersucht, wie aktuelle Belastungen und Sicherheitsstrukturen in der Arbeitswelt wahrgenommen werden. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa 2.015 Erwerbstätige, darunter 544 Führungskräfte und Unternehmensleitungen, in Unternehmen und Einrichtungen mit mindestens zwei Beschäftigten vom 6. bis 19. Februar 2026 im Rahmen des forsa.omninet-Panels.
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