Arbeitsunfallrisiko sinkt weiter
Das Risiko, bei der Arbeit einen Unfall zu erleiden, ist 2025 erneut gesunken. Auf 1.000 Vollzeitäquivalente kamen 19,9 meldepflichtige Arbeitsunfälle – 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Das zeigen die Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Gleichzeitig blieb die durchschnittliche Beitragsbelastung der Unternehmen stabil bei 1,08 Euro je 100 Euro Lohnsumme.
Arbeitsunfälle
2025 gab es insgesamt 689.922 meldepflichtige Arbeitsunfälle bei abhängig Beschäftigten und Unternehmern (- 3,1 Prozent) und 170.306 meldepflichtige Wegeunfälle (+ 1,0 Prozent). 299 Versicherte starben bei einem Arbeitsunfall, 231 bei einem Wegeunfall. 12.645 Versicherte bekamen 2025 erstmals eine Rente aufgrund eines Arbeits- oder Wegeunfalls.
Schulunfälle
In Schulen, Hochschulen und der Kindertagesbetreuung entwickelten sich die Unfallzahlen dagegen nach oben. 2025 wurden 1.032.546 gemeldet, 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die meldepflichtigen Schulwegunfälle nahmen zu: 90.663 – 3,8 Prozent mehr. 30 Versicherte verunglückten tödlich, fünf bei einer Tätigkeit, die im organisatorischen Verantwortungsbereich einer Bildungseinrichtung lag, 25 auf dem Weg dorthin beziehungsweise von dort nach Hause.
Berufskrankheiten
Nach den hohen Fallzahlen während der COVID-19-Pandemie normalisiert sich das Berufskrankheitengeschehen weiter. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen erhielten 2025 insgesamt 91.250 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit (+ 0,6 Prozent). Gründe hierfür waren unter anderem vermehrte Anzeigen wegen Hautkrebs und Muskel-Skelett-Erkrankungen.
In 24.340 Fällen wurde eine Berufskrankheit anerkannt – dies sind 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 5.413 Versicherte erhielten erstmals eine Rente aufgrund ihrer Berufskrankheit (+ 4,3 Prozent). 1.772 Menschen verstarben infolge einer Berufskrankheit (- 6,1 Prozent).
Die Unfall- und Berufskrankheitenzahlen für 2025 finden Sie hier .
ZITAT
Die durchschnittliche Beitragsbelastung der Betriebe ist stabil geblieben, trotz allseits gestiegener Kosten. Die aktuelle Bilanz zeigt: Investitionen in Prävention tragen dazu bei, schwere Arbeitsunfälle zu verhindern und das entlastet auch die Solidargemeinschaft.“
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