World Day for Safety and Health at Work macht auf die Gefährdungen durch den Klimawandel aufmerksam
Dr. Stefan Hussy, DGUV HauptgeschäftsführerSehr warme Tage im April kündigten ihn an: Der Sommer kommt und mit ihm die Hitze. Temperaturen über 30 Grad über einen längeren Zeitraum sind eine starke Belastung für Arbeitnehmende – besonders wenn sie im Freien, körperlich schwer oder in nicht-kühlbaren Gebäuden arbeiten. Es sinkt die Konzentration und die Gefahr für Arbeitsunfälle oder einen Hitzeschlag steigt. Auch steigt mit dem Klimawandel die Gefahr für weißen Hautkrebs, Dehydrierung oder neue Allergien. Ich begrüße es deswegen sehr, dass die Internationale Arbeitsorganisation ILO an ihrem World Day for Safety and Health at Work am 28. April auf die Gefährdungen durch den Klimawandel hinwies. Aufgabe der Unfallversicherung ist es, geeignete Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten zu entwickeln. Wir setzen dabei auf anwendungsorientierte Forschung durch unsere Forschungsinstitute. Dort gehen wir den Fragen nach: Wie können wir OutdoorWorker besser vor starker Sonneneinstrahlung schützen? Schaffen Kühlwesten Abhilfe an heißen Tagen? Welche neuen Infektionskrankheiten und Allergene kommen auf uns zu? Aus den Antworten leiten wir geeignete Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten ab. Aber auch die Unternehmen sind gefragt. Sie sollten sich auf die Hitzeperioden vorbereiten und Hitzeschutzpläne erarbeiten oder aktualisieren. Darin wird geregelt, wie die Betriebe die Arbeit organisatorisch an Hitzeperioden anpassen und welche Maßnahmen sie zum Schutz der Belegschaft ergreifen. Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen helfen bei der Erstellung.
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