wir sind mitten im Sommer. Eine Zeit, wo wir viel draußen sind und das schöne Wetter genießen – am Strand, am See, im Garten oder auf dem Balkon. Sonnenschutz ist dabei für viele eine Selbstverständlichkeit, und das ist gut so!
Aber das Bewusstsein für Sonnenschutz ist noch nicht ausgeprägt genug. Das zeigen die Zahlen zu den Berufskrankheiten auf der Titelseite. Corona war 2022 hier sehr prägend. Was dadurch in den Hintergrund tritt: Der durch natürliche UV-Strahlung ausgelöste weiße Hautkrebs liegt auf Platz 3 der Anerkennungen bei Berufskrankheiten. Seit 2015 ist die Anerkennung möglich und die Zahl der Betroffenen ist seitdem auf hohem Niveau. Vermutlich wird sie in Zukunft noch steigen, denn die Auswirkungen von zu viel Sonnenstrahlung zeigen sich erst später im Leben. Mit zunehmendem Alter und schwächerem Immunsystem wird die Hautschädigung sichtbar.
Präventionsangebote für die, die viel draußen arbeiten, zeigen ihre Wirkung erst nach vielen Jahren. Das macht die UV-Strahlung so tückisch und das Werben für Sonnenschutz so mühselig. Aber die Zahlen sind deutlich: Bei 3.073 Menschen wurde 2022 der sogenannte helle Hautkrebs als Berufskrankheit anerkannt, berufsbedingt starben 25 Menschen daran. Sonne zu vermeiden oder sich zu schützen – das sollte selbstverständlich sein. Bei der Arbeit im Freien und in der Freizeit. Was den Sommer ebenso trübt, sind die Tage mit großer Hitze. Für uns im Arbeitsschutz schon lange ein Thema. Wie können Outdoorworker, Kitakinder und viele andere Gruppen geschützt werden? Hitzeschutzpläne können eine erste Maßnahme sein, denn der Sommer soll Spaß und nicht krank machen.
Ihr
Dr. Stefan Hussy
Hauptgeschäftsführer der DGUV
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