2. DGUV-Forum Forschung Extra – Gefahrstoff-Forschung – Gerüche und Reizstoffe

am 28. und 29. Juni 2016 in der DGUV Akademie Dresden

Vom 28. bis 29. Juni fand das 2. DGUV-Forum Forschung Extra zum Thema Gefahrstoff-Forschung mit rund 150 Teilnehmenden in der DGUV Akademie in Dresden statt.

Frische, saubere Luft ist ein Merkmal für die Qualität der Atemluft. Geruch interpretieren wir vielfach als Hinweis auf eine Schadstoffbelastung und sorgen uns um unsere Gesundheit. Die Frage ist dann: Riecht es nur oder ist es schon gesundheitsschädlich? Diese und andere Fragen rund um das Thema Gerüche und Reizstoffe waren Thema auf dem DGUV-Forum Forschung Extra.

Im Rahmen der Plenumsvorträge am ersten Tag wurden wesentliche Grundlagen der Reizstoff-Forschung präsentiert. Unter anderem wurde dabei deutlich, wie wichtig fundierte Forschungsergebnisse für die Arbeit in regulatorischen Gremien sind. Wie Grenzwerte für Stoffe mit irritativer Wirkung abgeleitet werden und welche Herausforderungen hierbei zu meistern sind, war Thema eines eigenen Vortrags. Dass die Unfallversicherungsträger bereits schon seit 10 Jahren die Reizstoff-Forschung fördert wurde in einem weiteren Beitrag erläutert. Was Gerüche bewirken, wie man Geruchswirkungen einordnen kann und welche Rolle sie bei der Grenzwertdiskussion spielen, war Thema des vierten Vortrags. In den drei anschließend parallel laufenden Workshops diskutierten die Forumsteilnehmer über:

  • Reizstoffe am Arbeitsplatz
  • Gerüche – Luftqualität in Schulen/Kitas
  • Gerüche – Luftqualität im Büro

Der zweite Tag fasste die Ergebnisse der drei Workshops zusammen und zeigte auf, wo es bereits gute Lösungen in der Praxis gibt, wie Kommunikation bei Geruchsbeschwerden stattfinden sollte und wo noch Forschungsbedarf besteht.

Den Abschluss des Forums bildete eine Podiumsdiskussion, bei der sich die Experten einig waren, dass es nach wie vor großen Forschungsbedarf im Hinblick auf die Grenzwertfindung, aber auch für die praktische Arbeit in den Betrieben und öffentlichen Einrichtungen gibt, insbesondere bei der Unterstützung von Arbeitsschutzakteuren vor Ort zum Beispiel in Form von Handlungsanleitungen und Empfehlungen.

Das Programm, die Abstrakts sowie ein Verzeichnis der Referenten und Teilnehmenden kann hier heruntergeladen werden.


Programm

Kontakt

Fachliche Ansprechpartnerin
Dr. Kirsten Sucker
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
Telefon: 0234 302-4569

Organisation
Gabriele Brandt
Telefon: 0351 457-1920