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Kompetenzfelder

Die Aktivitäten des Institutes für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) lassen sich in sieben Themenfelder gliedern:

Personalauswahl und Personalentwicklung

Das Aufgabengebiet Personalentwicklung schließt neben der Durchführung der vielfältigen Bildungsmaßnahmen auch deren Evaluation, die Transferforschung sowie die Verbesserung der Lernergebnisse und die Erprobung neuer Lehr- und Lernmethoden ein. Untersuchungen zur Optimierung von Verfahren zur Personalauswahl sollen dazu beitragen, Über- und Unterforderung am zukünftigen Arbeitsplatz zu vermeiden und dadurch psychischen Fehlbelastungen präventiv entgegen zu wirken.

Ansprechpartner: Dr. Ulrich Winterfeld

Gefährdungsbeurteilung

Im Bereich seiner Fachkompetenz entwickelt das IAG Methoden der Gefährdungsbeurteilung für die verschiedenen Gefährdungsarten und setzt dies in praxisnahe Handlungshilfen um. Hier arbeitet das Institut für Arbeit und Gesundheit eng mit dem Institut für Arbeitsschutz zusammen. Dabei werden z.B. durch den demographischen Wandel oder im Rahmen des von § 84 SGB IX geforderten beruflichen Wiedereingliederungs-Managements zunehmend Belastungen und Gefährdungen für besonders gefährdete Beschäftigte relevant. Die älteren Arbeitnehmer und die Leistungsgewandelten werden bisher z.B. von der ergonomischen Normung kaum berücksichtigt. Auf diese beiden Zielgruppen konzentriert sich das IAG.

Ansprechpartnerin: Dr. Hanna Zieschang

Verkehrssicherheit / speziell Verkehrspsychologie

Das Aufgabenfeld Verkehrssicherheit unterstützt die Prävention von Wegeunfällen und Unfällen bei Dienstfahrten. Der neue BG/DVR-Fahrsimulator eröffnet vielfältige Möglichkeiten für Forschung, Beratung und Qualifizierung im Institut. Durch realitätsnahe Nachbildung von definierten Verkehrssituationen können Einflussfaktoren auf die Fahrtätigkeit und Verkehrssicherheit untersucht und demonstriert werden. Aktuelle Themen sind z. B. Sekundenschlaf, Aggression und Stress im Straßenverkehr.

Ansprechpartner: Dr. Dirk Windemuth

Prävention und Rehabilitation

Im Kompetenzfeld werden nationale und internationale Entwicklungen an der Schnittstelle von Prävention und Rehabilitation systematisch beobachtet. Die wechselseitigen Bezüge von Prävention und Rehabilitation - beides zentrale Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung - werden analysiert und Synergieeffekte aufgezeigt. Für die betriebliche Umsetzung werden praxisnahe Konzepte entwickelt. Dazu arbeiten die im Kompetenzfeld tätigen Mitarbeiter eng mit Unternehmen, Versicherten und Leistungserbringern, mit den Berufsgenossenschaften und weiteren Sozialversicherungs- und Rehabilitationsträgern sowie mit externen Forschungseinrichtungen zusammen.

Ansprechpartner: Christoph Matthias Paridon

Wirksamkeit und Effizienz von Präventionsmaßnahmen

Der Transfer von Ergebnissen der Qualitätsforschung auf die Prävention trägt zu einem optimierten Einsatz von personellen und finanziellen Ressourcen der gewerblichen Berufsgenossenschaften bei. Betrieben zeigt er, dass sich Arbeitsschutz in vielen Fällen betriebswirtschaftlich vorteilhaft auswirkt. Im Rahmen dieses Kompetenzfeldes evaluieren wir für die Berufsgenossenschaften zum Beispiel die Wirksamkeit von Kampagnen, den Erfolg von Seminaren, die Umsetzung von Vorschriften, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Präventionsdienstleistungen der Berufsgenossenschaften sowie die Wirkung von Informations- und Werbematerial. Dies eröffnet die Möglichkeit, Präventionsarbeit systematisch und kontinuierlich zu verbessern.

Ansprechpartner: Dr. Thomas Kohstall

Zusammenarbeit mit anderen Sozialversicherungsträgern

Die Zusammenarbeit mit anderen Sozialversicherungsträgern zielt auf die Weiterentwicklung gemeinsamer Präventions- und Interventionsansätze. Ein Beispiel dafür ist die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) von Kranken- und Unfallversicherung (BKK-Bundesverband, DGUV und AOK-Bundesverband). Ziel ist es, Arbeit qualitativ so zu gestalten, dass sie zu einer Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten führt. Moderne Ansätze des Arbeitsschutzes und der betrieblichen Gesundheitsförderung leisten dazu einen Beitrag.

Ansprechpartnerin: Dr. Frauke Jahn

Förderung des Informationsaustauschs

Ein wirksamer Informationsaustausch zu Sicherheit und Gesundheit ist Bedingung der Möglichkeit von Prävention. Hierzu gehört sowohl die systematische, zielgruppenorientierte Informationsvermittlung als auch der Wissenstransfer in das Handlungsfeld der jeweiligen Zielgruppe.

Das IAG unterstützt den Informationsaustausch zu Sicherheit und Gesundheit durch Kampagnen, nationale und internationale Tagungen und Kongresse, durch Netzwerke und Internet-Plattformen. Beispielhaft genannt seien hier die Kampagne ?Aktion sicherer Auftritt?, das Dresdner Forum Prävention, die internationale Tagung workingonsafety.net 2004, das Europäische Netzwerk Aus- und Weiterbildung in Sicherheit und Gesundheitsschutz (ENETOSH) sowie die Internetseite der Initiative Gesundheit und Arbeit.

Ansprechpartnerin: Dr. Ulrike Bollmann

 

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