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Fachliche Ansprechpartnerin

Dr. Annekatrin Wetzstein
Tel.: +49 351 457-1007
Fax: +49 351 457-201007
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Evaluation von Präventionsmaßnahmen

Evaluation ist die systematische Bewertung von Maßnahmen mit wissenschaftlichen Methoden hinsichtlich Zielsetzung, Durchführung sowie Wirksamkeit und Effizienz. Das IAG evaluiert für seine Kunden die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Präventionsmaßnahmen. Dies betrifft zum Beispiel Seminare und Ausbildungen, Kampagnen, Brieftexte und Internetauftritte, aber auch berufsgenossenschaftliche Vorschriften. Wir bieten zu allen Schritten einer Evaluation Beratung an. Das umfasst:

  • Entwicklung von Wirkungsmodellen
  • Festlegung von belastbaren Evaluationsdesigns
  • Entwicklung und Überprüfung von Fragebögen oder Interviewleitfaden mit Blick auf die Ziele einer Evaluation
  • Ermittlung von repräsentativen Stichprobengrößen anhand wissenschaftlich anerkannter Methoden
  • Durchführung von Befragungen, z.B. Fragebogen oder Interview
  • Qualitative und quantitative Auswertung von Daten
  • Inhaltliche und grafische Aufbereitung der Ergebnisse in wissenschaftlichen Berichten.

In unserer Arbeit orientieren wir uns an den Evaluationsstandards der DEGEVAL - Gesellschaft für Evaluation.

Eine Auswahl der Aktivitäten wird Ihnen hier vorgestellt: 

Forschung und Beratung

In unserer Projektarbeit haben sich vier große Schwerpunkte herauskristallisiert, zu denen eine Reihe von Projekten für verschiedene Unfallversicherungsträger durchgeführt werden: Evaluation von Kampagnen, Evaluation von Qualifizierung und Veranstaltungen, Evaluation von betriebsärztlicher und sicherheitstechnischer Betreuung sowie die Beratung bei Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheitsbefragungen.

  • Evaluation von Kampagnen: In den letzten Jahren setzte die Unfall- und Krankenversicherung vermehrt Kampagnen zur Prävention von Unfällen und Krankheiten ein. Die Begriffe Kampagne, Schwerpunktaktion oder Aktion meinen zeitlich befristete Maßnahmen, die ein definiertes Ziel verfolgen und bei denen unterschiedliche Maßnahmen kombiniert werden und oftmals mehrere Partner beteiligt sind. Sie zeigen im Einzelnen unterschiedliche Effekte. Wichtig ist, dass die Maßnahmen einer Kampagne ihre Zielgruppen erreichen und Wirkung im Sinne der Ziele zeigen. Zu Projekten in diesem Schwerpunkt zählen die Evaluation der bundesweiten Präventionskampagne Haut  sowie der derzeitigen Kampagne "Risiko raus". Aber auch die Evaluation von Schwerpunktaktionen einzelner Unfallversicherungsträger, z.B. der Fleischerei-Berufsgenossenschaft zum Thema Lärm, wird unterstützt. Des Weiteren haben wir in einem Projekt die Erfahrungen mit Präventionskampagnen  systematisch aufgearbeitet und zusammengetragen, welche Effekte sowie Erfolgsfaktoren und Hemmnisse Präventionskampagnen hatten. Auf dem Strategie-Symposium im Sommer 2010 wurden hierzu Grundsätze für die zukünftige Ausrichtung der gemeinsamen Präventionskampagnen der gesetzlichen Unfallversicherung erarbeitet. Parallel haben wir gemeinsam mit den Unfallversicherungsanstalten in Österreich und der Schweiz (AUVA und SUVA) eine Broschüre, die unsere Erfahrungen in der Evaluation von Kampagnen zusammenfassend darstellt, erarbeitet.
  • Evaluation von Qualifizierung und Veranstaltung: Qualifizierungsmaßnahmen sind dann wirksam und effizient, wenn die Teilnehmer etwas lernen und dazu befähigt werden, dass Gelernte nach der Maßnahme am Arbeitsplatz ihres Unternehmens umzusetzen und tatsächlich zum Abbau von Sicherheits- und Gesundheitsrisiken beitragen. Im Feld der Qualifizierung ermitteln wir beispielsweise die Qualität von Seminaren und Schulungen mit einem wissenschaftlich entwickelten Fragebogen. Neben dem Evaluationsbogen für Seminare hat das IAG mit der gleichen Vorgehensweise sowohl einen Evaluationsbogen für die Bewertung des Hotels als auch einen für Veranstaltungen entwickelt. Der Evaluationsbogen für Veranstaltungen liegt zusätzlich in englischer und französischer Sprache vor. Aber auch das Ausmaß und die Qualität von Transfer des Gelernten an den Arbeitsplatz kann mittels eines geprüften Onlinefragebogens erfasst werden. Innerhalb des Forschungsprojekts Qualität in der Prävention Teilprojekt Qualifizierung wurden in Form eines Prä-Post-Versuchs-Kontrollgruppendesigns die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität von Seminaren im Arbeitsschutz untersucht. Darüber hinaus unterstützen wir mit unsern Untersuchungen auch die betrieblichen Unterweisungen, z.B. testen und bewerten wir eine elektronische Variante und evaluieren komplette Ausbildungen.
  • Evaluation von betriebsärztlicher und sicherheitstechnischer Betreuung: Dieser Schwerpunkt hat sich aus einer großen Anzahl von Anfragen aus den Unfallversicherungsträgern ergeben, sie bei der Evaluation der BGV A2 zu unterstützen. Wir haben wir die Evaluation dieser Unfallverhütungsvorschrift für 14 Berufsgenossenschaften und eine Unfallkasse unterstützt. Darüber hinaus lief eine Evaluation der Güteprüfungen durch die Gesellschaft zur Qualitätssicherung in der betriebsärztlichen Betreuung (GQB).

In unserer Projektarbeit und zur Evaluation von Seminaren nutzen wir die elektronische Fragebogenerstellung, -erfassung und -auswertung im Praxisfeld Evaluation. Hier sind sowohl Papier- und Bleistift-Fragebögen als auch Online-Befragungen möglich. 

  • Beratung bei Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheitsbefragungen: Aus dem Bedarf der Betriebe hat das IAG ein Beratungs-angebot zur Konzeption, Durchführung und Auswertung von Mitarbeiterbefragungen aber auch Kundenzufriedenheitsbefragungen entwickelt. Das IAG unterstützt Unfallversicherungsträger und ihre Mitgliedsbetriebe bei der Planung ihrer Befragung, entwickelt geeignete Instrumente und Methoden und analysiert die Ergebnisse der Befragung. In Kooperation mit Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hat das Institut bereits Mitarbeiterbefragungen in mehreren Verwaltungs- und Dienstleistungsunternehmen sowie in der Fertigungsbranche durchgeführt. Kundenzufriedenheitsbefragungen betrafen beispielsweise die Zufriedenheit mit der Dienstleistungsqualität.

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Qualifizierung und Veranstaltungen

Im IAG gibt es eine Reihe von Seminaren zum Themengebiet von Evaluation. Als Einstieg empfiehlt sich das Seminar ?Grundlagen der Evaluation - Effekte von Arbeitsschutzmaßnahmen nachweisen und bewerten? (Sem.-Nr. 510059). Vertiefend bieten wir Seminare zu Entwicklung, Einsatz und Auswertung von Fragebögen und Interviewleitfäden an (Sem.-Nr. 520018/520019). Darüber hinaus gibt es ein Seminar zum Einsatz von standardisierten Tests im Arbeitsschutz (Sem.-Nr. 520014).

Nach Bedarf unserer Kunden veranstalten wir auch themenspezifische Workshops zur Evaluation von Präventionskampagnen oder Bildungsangeboten und organisieren Fachveranstaltungen zur Qualität in der Prävention.

Im Oktober 2009 fand im IAG das Kolloquium der IVSS-Sektion Forschung "Forschung zur Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz" statt.

Im März 2010 fand das 1. Fachgespräch Evaluation statt. Das Fachgespräch richtete sich direkt an diejenigen, die bei den Unfallversicherungsträgern Evaluationen bzw. Wirksamkeitsmessungen planen, beauftragen oder selbst durchführen. Schwerpunkte dieses „1. Fachgesprächs Evaluation“ waren, die Erfahrungen über Evaluationen in Projekten der gesetzlichen UVTräger auszutauschen und zu bewerten sowie die Grundlagen und Standards, die bei der Evaluation verwendet werden, zu ermitteln. In einem IAG-Report sind die Beiträge der Veranstaltung zusammengestellt.

so geht's

Zum Download

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Poster Praxisfeld Evaluation  (PDF-Datei, 1 MB)