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Evaluation einer Unfallverhütungsvorschrift UVV BGV A2
Ziel/Hintergrund
In den meisten Berufsgenossenschaften können Klein- und Kleinstbetriebe zwischen einer Regelbetreuung ohne feste Einsatzzeiten der Sicherheitsfachkraft und des Betriebsarztes oder einer alternativen Betreuung wählen.
Die alternative Betreuung, auch Unternehmermodell genannt, besteht aus einer eintägigen oder mehrtägigen Qualifizierung, zum Teil mit anschließendem Fernlehrgang. Der Unternehmer soll dabei die notwendigen Kompetenzen erwerben, um u.a. selbstständig die Gefährdungen und Belastungen seiner Beschäftigten zu ermitteln und bei Bedarf Beratung durch eine Sicherheitsfachkraft oder einen Betriebsarzt anzufordern.
Das IAG unterstützt die Berufsgenossenschaften bei der Evaluation der BGV A2 hinsichtlich der Umsetzung im Betrieb und den Folgen für Sicherheit und Gesundheit.
Vorgehen
Aus der Gruppe der Mitgliedsunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten werden zufällig Betriebe ausgewählt, die an der alternativen Betreuung bzw. an der Regelbetreuung teilnehmen. Zielgruppe sind die Unternehmer. Diese erhalten einen umfangreichen Fragebogen, der folgende Evaluationskriterien erfasst:
- Einstellung und Motivation zum Arbeitsschutz
- Erfüllung von gesetzlichen Standards zum Arbeitsschutz (Gefährdungsbeurteilung, Berichte, anlassbezogene Betreuung)
- Umsetzung von Maßnahmen zum Arbeitsschutz
- Durchführung von Betreuungen
- Auswirkungen auf Sicherheit und Gesundheitsschutz
- Bewertung der Schulung zur alternativen Betreuung
- Erfolg der Wissensvermittlung
Der Fragebogen wurde in einem Pretest geprüft und Branchen spezifisch angepasst.
Ergebnisse
Im Laufe des Jahres 2007 wurden Evaluationen für sieben Berufsgenossenschaften begonnen und für fünf bereits abgeschlossen. Für das Jahr 2008 sind weitere fünf Erhebungen geplant.
Die Ergebnisse zeigen den einzelnen Berufsgenossenschaften auf, ob die Betreuungsmodelle funktionieren. Sie können
darüber hinaus zur Verbesserung von Arbeit und Gesundheit in den Betrieben beitragen.

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