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Musterarbeitsplatz Montage

Musterarbeitsplatz Montage im Praxisfeld Ergonomie

Fachliche Ansprechpartnerin

Dr. Hanna Zieschang
Tel.: +49 351 457-1610
Fax: +49 351 457-201610
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Die Arbeitswelt im demographischen Wandel

Der vielfach diskutierte demographische Wandel in den europäischen Industriestaaten führt dazu, dass immer mehr ältere Mitarbeiter werden zunehmend länger arbeiten müssen. „Länger gesund arbeiten können“ ist daher ein Präventionsziel, zu dem die Unternehmen immer häufiger Beratungsbedarf haben. Das IAG hat mit verschiedenen Projekten dieses Thema für die Unfallversicherungsträger in Forschung und Beratung, Qualifizierung sowie Veranstaltungen aufgearbeitet. Zum Teil werden die Fragestellungen gemeinsam mit der Initiative Gesundheit und Arbeit - iga bearbeitet. Eine Auswahl der Aktivitäten wird Ihnen hier vorgestellt:

  Forschung und Beratung

  • Ausgehend von Analysen der im Alter beim Menschen zunehmenden Stärken und Schwächen wurden Musterarbeitsplätze in den Bereichen Montage-  und Bildschirmarbeit entwickelt. Diese Arbeitsplätze wurden unter Beachtung der grundlegenden arbeitswissenschaftlichen und ergonomischen Erkenntnisse aufgebaut und erprobt. Es zeigte sich, dass bereits durch die gute ergonomische Gestaltung die meisten im Alter auftretenden Defizite kompensiert werden. Zusätzlich sind nur wenige spezielle Maßnahmen erforderlich, um die Arbeitsplätze an die Bedürfnisse der Älteren anzupassen. Die altersgerechte Gestaltung ist auch für jüngere Arbeitnehmer günstig. Das bedeutet also: Prävention für alle Generationen.
  • Bügelarbeitsplätze kommen vielfach in kleinen Betrieben vor wie Reinigungen, Wäschereien etc. Zusammen mit der Textil-Berufsgenossenschaft und dem IFA - Institut für Arbeitsschutz wurden in diesem Projekt die kritischen Gestaltungsmerkmale der Arbeitsplätze herausgearbeitet, die (ohne großen Aufwand) von den Herstellern oder auch von den Nutzern optimiert werden können, um gerade älteren Mitarbeiterinnen Arbeitsplätze zu erhalten.
  • Berufe mit einer hohen physischen Belastung (z. B. Bau- und Metallgewerbe) führen in Folge arbeitsbedingter Belastungen häufiger als andere zu Frühverrentung, Vorruhestand oder zu Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer. Daher wird eine für die Betriebe konkret umsetzbare Strategie zur Auswahl geeigneter Bewerber sowie eine umfassende und differenzierte Berufsberatung erarbeitet, um das Anforderungsprofil des Berufs mit den Leistungsvoraussetzungen des Bewerbers abzugleichen und Umschulungsempfehlungen möglichst frühzeitig geben zu können. An diesem Punkt setzt das iga-Projekt "Mein nächster Beruf - Berufe mit begrenzter Tätigkeitsdauer“ an.
  • iga-Barometer 2010: Zum dritten Mal wurde die repräsentative Umfrage durchgeführt, in der unter 2.000 Beschäftigten nach dem Stellenwert und der Einschätzung der Arbeit gefragt wird. „Können Sie sich vorstellen, Ihre derzeitige Arbeitstätigkeit bis zum 65. Lebensjahr auszuüben?" Insgesamt antworten 49,1%, dass dies für sie uneingeschränkt denkbar ist. Da das iga-Barometer auch schon 2004 und 2007 durchgeführt wurde, lassen sich Trends in den Antowrten feststellen: Von 2004 auf 2010 findet sich bei Frauen eine Zunahmen von fünf Prozent, die die obige Frage positiv beantworten. Im Vergleich der Berufe ist auffällig, dass ein hoher Anteil der weiblichen Befragten aus der Landwirtschaft sowie aus Schule und Sozialarbeit nicht glauben, die Tätigkeit bis zum 65. Lebensjahr ausüben zu können. Bei den Männern liegt die Ablehnungsquote in den Fertigungsberufen und ebenfalls bei Lehrer und Sozialarbeit vorn.
  • Unfalldaten der Holz-Berufsgenossenschaft wurden hinsichtlich der unfallauslösenden Gegenstände und des Alters der Verunglückten ausgewertet. Dabei zeigte sich in einer ersten Analyse: Nicht die Älteren verunglücken häufiger in den Betrieben der Holz-BG, sondern die Jüngeren. Unabhängig von den Arbeitsmitteln und der Branche in der Holzwirtschaft besteht für Versicherte im Alter bis 25 Jahre das höchste Unfallrisiko.  Die Ergebnisse sind ausführlich im Mitteilungsblatt holzinfo der früheren Holz-Berufsgenossenschaft unter dem Titel „Oldie but Goldie?" dargestellt.
  • Ältere Arbeitnehmer verwenden das Internet: Mit einem Blickverfolger wurde untersucht, wann eine Person auf Internetseiten wie lange wohin schaut. So kann festgestellt werden, ob relevante Information aufgenommen werden kann und wie lange die Suche nach bestimmten Schaltflächen dauert. Der Vergleich von Gruppen jüngerer und älterer Personen zeigt, dass entgegen allen Erwartungen kaum signifikante Unterschiede zwischen Älteren und Jüngeren beim Umgang mit den Internetseiten erkennbar sind.

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  Qualifizierung

  • Auf der Grundlage des INQA-Curriculums wurde im IAG eine Seminarreihe entwickelt, die zum Demographie-Berater  qualifiziert. Mit drei Modulen werden Präventionsfachleute in die Lage versetzt, die künftige Altersentwicklung ihres Betriebs und deren Bedeutung realistisch einzuschätzen. Bewährte Maßnahmen zur Erhaltung der Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter werden vermittelt.
  • Das Thema wird auch in weiteren Seminaren wie z.B. Lebenserfahrung und Beruf: Arbeitsgestaltung im demografischen Wandel aufgegriffen.

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  Veranstaltungen

  • Das Älterwerden unserer Gesellschaft hat Auswirkungen auf die Nutzung von Gegenständen des alltäglichen Lebens, aber auch von Maschinen und Geräten im Arbeitsleben. Doch welche Anforderungen stellen die Älteren? Wie müssen Arbeitsmittel und Produkte des täglichen Gebrauchs gestaltet sein, um sie trotz altersbegleitender Leistungsänderungen in jedem Alter uneingeschränkt nutzen zu können? Diesen und ähnlichen Fragen ging die Tagung Produktdesign für alle: FÜR JUNGE = FÜR ALTE?“ nach.
  • Die Veranstaltungsreihe "Gesund und sicher länger arbeiten" im Rahmen des Kooperationsprojekts iga - Initiative Gesundheit und Arbeit findet jährlich statt und variiert ihren thematischen Schwerpunkt. Mit dem Untertitel „Mein nächster Beruf“ ging es am 12. und 13. März 2009 um Fragen wie: Wie können auch belastende Berufe bis zur Rente ausgeübt werden? Und wenn das nicht möglich ist: Welche berufliche Neuausrichtung wäre möglich? Wer unterstützt bei der Umorientierung?

so geht's

Aktuell

Interview zum Thema bei Arbeit und Gesundheit

Beitrag zur DVD  "Fit für Job und Leben" der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft

Zum Download

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Aus der Arbeit des BGAG
Nr. 3016 "Arbeitsplatzgestal-tung für ältere Arbeitnehmer" und
Nr. 3026 "Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen für ältere Arbeitnehmer"