Das Bild zeigt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV.

Bild: Jan Röhl/DGUV

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die Pandemie all unsere Aufmerksamkeit beansprucht, sollten wir andere Ereignisse nicht aus den Augen verlieren. So ereignete sich im Februar 2020 der entsetzliche Anschlag in Hanau, bei dem mehrere Menschen gewaltsam zu Tode kamen. Ein Vorgang, der bundesweit die Menschen erschüttert und bewegt hat.

Bei solchen Ereignissen steht für die gesetzliche Unfallversicherung an erster Stelle die Hilfe für die Opfer, die zum Zeitpunkt des Anschlags beruflich oder ehrenamtlich vor Ort waren. Betroffene sollen die Hilfe bekommen, die ihnen zusteht und die sie brauchen – eine der Lehren aus den Ereignissen am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016. Diese Hilfe muss so rasch wie möglich, unbürokratisch sowie unabhängig von Zuständigkeiten erfolgen. Dafür hat die gesetzliche Unfallversicherung eine zentrale Ansprechstelle für Groß-schadensereignisse eingerichtet sowie ein Standardverfahren erarbeitet. Dieses wurde auch in Hanau eingesetzt. Lesen Sie im nebenstehenden Interview, wie die Unfallkasse Hessen als koordinierende Stelle den Betroffenen des Anschlags geholfen hat. Und es bis heute tut. Michael Sauer, Geschäftsführer der Unfallkasse Hessen, spricht auch darüber, wie Krisenmanagement bei solch unvorhergesehenen Katastrophen wirkungsvoll funktionieren kann: vorbereitet sein, konzentriert handeln, aufklären und informieren sowie Netzwerke schaffen und nutzen.

Gutes Krisenmanagement braucht also gut funktionierende Kooperationen. Bei der Bewältigung einer Krise müssen alle an einem Strang ziehen und ein gemeinsames Ziel vor Augen haben – auch in Zeiten der Pandemie das richtige Vorgehen.

 

Ihr Dr. Stefan Hussy
Hauptgeschäftsführer der DGUV