Das Bild zeigt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV.

Bild: Jan Röhl/DGUV

Liebe Leserinnen und Leser,

seit einem Jahr leben wir mit der Pandemie. Für mich ein Anlass zu fragen: Was haben wir bislang aus der Krise gelernt?

Ich denke, uns ist klargeworden: Wir sind viel vernetzter und stärker voneinander abhängig, als es uns mitunter bewusst ist. Ein Virus kennt keine Grenzen, befolgt keine menschengemachten Regeln und unterscheidet nicht zwischen Individuen. Die Folgen der Pandemie – negative wie positive – sind weiterhin schwer abzuschätzen. Einige Branchen fürchten um ihre Existenz, andere erfahren Wachstum. Die Digitalisierung bekommt einen enormen Schub, wenn auch nicht in allen Bereichen gleichermaßen.

Als gesetzliche Unfallversicherung haben wir im Pandemiejahr vieles gelernt und geschafft. Die Gesundheit unserer Mitarbeitenden schützen wir durch Homeoffice-Lösungen und Hygienekonzepte. Dadurch können wir unserem gesetzlichen Auftrag im gewohnten Umfang und bekannter Qualität nachkommen. Wir stehen Unternehmen und Einrichtungen in der Krise zur Seite. Dazu gehört auch, den Arbeitsschutzstandard mit branchenspezifischen Empfehlungen zu konkretisieren. Nicht immer eine leichte Aufgabe.

Wir sollten auch nach vorne blicken. Die Impfraten nehmen zu und wir werden auch hier unseren Beitrag zur Aufklärung leisten. Gleichzeitig werden wir uns mit den Auswirkungen der Pandemie wie Long-Covid, Covid-19 als Berufskrankheit aber auch psychische Belastungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen durch mobiles Arbeiten beschäftigen.

Die Pandemie verlangt uns allen viel ab. Trotzdem glaube ich, dass uns die gemachten Erfahrungen für zukünftige Herausforderungen stärken.

Ihr Dr. Stefan Hussy
Hauptgeschäftsführer der DGUV