"PUR - Die Initiative gegen Alkohol und Drogen bei der Arbeit"

eine geöffnete Schreibtischschublade mit leeren kleinen Schnapsflaschen

Bild: © Jannik Becker/ DGUV

Kooperationspartner:

  • BAHN-BKK
  • DVR
  • Berufsgenossenschaft der Straßen-, U-Bahnen und Eisenbahnen
Projekttitel
"PUR - Die Initiative gegen Alkohol und Drogen bei der Arbeit"

Projektdauer
Pilotprojekt 11/2004 bis 05/2005

Betrieb/Bildungsstätte
Rheinisch-Bergische Eisenbahn GmbH, Mettmann

Zielgruppe
alle Beschäftigte

Ausgangslage/Motivation
Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum können zu schweren Unfällen im Straßenverkehr und bei der Arbeit führen. Darüber hinaus beeinträchtigen sie die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und stören das Betriebsklima.

Die Betriebsbediensteten in den meisten Mitgliedsunternehmen der BG BAHNEN, nämlich Verkehrsunternehmen (Eisenbahnen, Straßenbahnen und Linienbusbetriebe) müssen während ihres Dienstes nüchtern sein. Dennoch gibt es auch in diesen Unternehmen Mitarbeiter, die Probleme im Umgang mit Alkohol und Drogen haben. Auch werden die Nachwirkungen von Alkohol- und Drogenkonsum (z.B. Restalkohol) sowie deren Wechselwirkung mit Medikamenten oft unterschätzt.

Zahlreiche Unternehmen haben Betriebsvereinbarungen zum Umgang mit Alkohol im Unternehmen abgeschlossen. Deren Umsetzung reicht jedoch oftmals nicht aus, um dauerhaft Einstellungs- und Verhaltensänderungen bei den Betroffenen zu erzielen.

Präventionsaktivitäten
"PUR - die Initiative gegen Alkohol und Drogen bei der Arbeit" trägt diesen Ansatz in die Betriebe. Die Initiative, die insbesondere für Mittel- und Kleinbetriebe der Verkehrsbranche konzipiert ist, wurde von der BAHN-BKK gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e. V. ins Leben gerufen. Sie wird von der BG BAHNEN aktiv unterstützt. Die Kooperationspartner beraten die beteiligten Betriebe individuell bei besonderen speziell für diese zugeschnittenen Aktionen zur Alkohol- und Drogenprävention.

Die BG BAHNEN beteiligt sich zunächst mit Pilotprojekten in ausgewählten Verkehrsunternehmen. Da positive Ergebnisse erwartet werden, wird diese Initiative auch in anderen Unternehmen umgesetzt werden.

Im Pilotprojekt bei der Rheinisch-Bergischen Eisenbahn GmbH wird die Initiative "PUR" zunächst durch Plakataktionen, Verteilen einer Informationsbroschüre und einer Fragebogenaktion bekannt gemacht. Eine Schulung für Führungskräfte wird durchgeführt.Als besondere Maßnahme finden schließlich zwei Aktionstage für die Beschäftigten statt, an denen weitere Informationen vermittelt werden. Beispielsweise wird an einem Fahrsimulator des DVR der Einfluss von Alkohol oder Drogen auf die Fahrtüchtigkeit demonstriert.

Im Nachgang zu diesen Informationsveranstaltungen ist vorgesehen, eine Betriebsvereinbarung zum Thema "Alkohol und Drogen" im Unternehmen einzuführen. Die Diskussionen im Vorfeld des Aktionstages, und die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen hiermit zielgerichtet für die Zukunft umgesetzt werden.

Ergebnisse und Nutzen
Angestrebt und erwartet werden die Prävention von Arbeits- und Wegeunfällen sowie eine Reduzierung des Krankenstandes durch Gesundheitsschutz. Bei allen Beteiligten wird das Bewusstsein geschaffen werden, Alkohol- und Drogenmissbrauch nicht erst zu thematisieren, wenn Mitarbeiter auffällig geworden sind, sondern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol und Drogen zum Bestandteil der Unternehmenskultur zu machen.

Ansprechpartner/weitere Informationen
Bahn-BKK
Netzwerk Gesundheit
Eckard Steffin
Voltastraße 81
60486 Frankfurt/Main
Telefon +49 69 77078-165
Telefax +49 69 77078-465

Berufsgenossenschaft der Straßen-, U-Bahnen und Eisenbahnen
Andreas Mahr
Fontenay 1a
20354 Hamburg
Telefon +49 40 44118-220
Telefax +49 40 44118-240

Internet:


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Tel.: +49 69 77078-165
Fax: +49 69 77078-465

Berufsgenossenschaft der Straßen-, U-Bahnen und Eisenbahnen
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