Betriebliche Gesundheitsförderung für Berliner Einzelhandel

eine Mitarbeiterin an einem Kassenarbeitsplatz

Bild: © HVBG/Danetzki (1999)

(Die Kontaktdaten der archivierten Projekte werden nicht mehr aktualisiert.)

Kooperationspartner:

  • AOK Berlin
  • Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel
Projekttitel
Betriebliche Gesundheitsförderung für Berliner Einzelhandel

Projektdauer
Projektplanung: August 2003 bis Dezember 2003
Projektbeginn: Februar 2004
vorläufiges Projektende Dezember 2004
Umsetzung der Projektergebnisse ab Februar 2005 geplant

Betrieb/Bildungsstätte
Klein- und Kleinstbetriebe des Berliner Einzelhandels

Zielgruppe
Beschäftigte und Unternehmer von Klein- und Kleinstbetrieben des Berliner Einzelhandels

Ausgangslage/Motivation
Mit diesem Gesundheitsförderungsprojekt beabsichtigt die AOK Berlin - Die Gesundheitskasse, Berliner Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) des Einzelhandels, d.h. dem "Laden an der Ecke" mit maximal 20 Mitarbeitern, einen bislang so nicht vorhandenen Gesundheitsförderungs-Service anzubieten, um auch diese Arbeitgeber zu erreichen. Die Einzelhandelsbranche wurde als Pilotbranche für ein KKU-Projekt identifiziert, weil die AOK Berlin besonders viele Versicherte in KKU dieser Branche hat. Das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen, d.h. zwischen investierten Kosten und der Anzahl mit betrieblicher Gesundheitsförderung zu erreichender Versicherter ist in der Einzelhandelsbranche für die beteiligten Partner besonders günstig. Darüber hinaus ist gerade diese Branche von aktuellen und einschneidenden Veränderungsprozessen betroffen (Stichwort: Ladenschlusszeiten etc.). Dies hat gleichzeitig Auswirkungen auf die Anforderungen und Belastungen der in dieser Branche beschäftigten Personen. Es handelt sich bei diesem Projekt um ein Kooperationsprojekt zwischen AOK Berlin, der Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel (BGE), der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) und dem Gesamtverband des Einzelhandels (GdE). Die wissenschaftlich-praktische Projektdurchführung liegt bei der Gesellschaft für Betriebliche Gesundheitsförderung.

Präventionsaktivitäten
Klein- und Kleinstunternehmer sollen ein Instrument an die Hand bekommen, d.h. eine Mappe, die es ihnen ermöglicht, selbstständig die Situation in ihrem Unternehmen mit Blick auf die Gesundheit im Vergleich zur Branche einzuschätzen. Das Instrumentarium enthält:

  • 10 Fragebögen für die Mitarbeiter
  • Anleitung zur Durchführung des Selbst-Checks
  • Auswertungsbogen
  • Bogen zur Erstellung und Bewertung des Betriebsprofils
  • Folie mit Branchenprofil für den Branchenvergleich
Der Unternehmer ermittelt sein eigenes Betriebs-Gesundheitsprofil und vergleicht sein Unternehmen quasi als Benchmarking mit den Ergebnissen der Branche.

Die jeweiligen Ergebnisse des Vergleichs verursachen ggf. Beratungsbedarf. Dieser kann dann durch speziell auf die einzelnen gesundheitsrelevanten Aspekte der Arbeitssituation zugeschnittene Beratungsleistungen der AOK Berlin und der weiteren Projektpartner erfüllt werden.

Ergebnisse und Nutzen
Mit dem gewählten Vorgehen des Selbst-Checks verbindet sich eine Reihe wichtiger Vorteile für den Unternehmer und seine Beschäftigten:

  1. Im Rahmen der Pilotbefragung wurden die tatsächlich gesundheitsrelevanten Aspekte der Arbeitssituation identifiziert. D.h. unter den Aspekten der Arbeit, die bewiesenermaßen einen Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeiter haben, werden empirisch diejenigen identifiziert, die bei Klein- und Kleinstunternehmen des Berliner Einzelhandels den stärksten Einfluss auf die Gesundheit haben.
  2. Die Klein- und Kleinstunternehmen orientieren sich nicht mit etwas theoretisch wünschbaren, sondern mit etwas praktisch machbaren. Dies garantiert der Vergleich mit den anderen Unternehmen der Berliner Einzelhandelsbranche, also mit der Konkurrenz.
  3. Der Unternehmer führt den Selbst-Check selbst aktiv durch und ist nicht nur passiver Empfänger von Beratungsleistungen. Nachhaltige betriebliche Gesundheitsförderungsmaßnahmen im Kleinbetrieb können und sollen nur mit dem Unternehmer selbst als Protagonist funktionieren.
  4. Mit dem durch die Unternehmer selbst durchzuführenden Selbst-Check kann eine möglichst breite Beteiligung der Kleinunternehmer erreicht werden. Eine vergleichbar breite Erreichbarkeit im persönlichen Kontakt ist bei den vorhandenen Ressourcen der Krankenkassen und BGen sowie der hohen Anzahl an Klein- und Kleinstunternehmen der Einzelhandelsbranche nicht vorstellbar.

Ansprechpartner/weitere Informationen
AOK Berlin - Die Gesundheitskasse
Herr Jens Wohlfeil
10957 Berlin

IHK Berlin
Frau Heike Schöning
Fasanenstr. 85
10623 Berlin

Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel
Frau Ingrid Prause
Johannisstr. 5-6
10117 Berlin

Gesamtverband des Einzelhandels Land Berlin e.V.
Herr Nils Busch-Petersen
Hauptgeschäftsführer
Hohenzollerndamm 184
10713 Berlin

Ein Kurzbericht ist u.a. auf den Homepages der AOK Berlin und der IHK Berlin veröffentlicht worden:


Ansprechpartner:

AOK Berlin - Die Gesundheitskasse
Herr Jens Wohlfeil
10957 Berlin

IHK Berlin
Frau Heike Schöning
Fasanenstr. 85
10623 Berlin

Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel
Frau Ingrid Prause
Johannisstr. 5-6
10117 Berlin

Gesamtverband des Einzelhandels Land Berlin e.V.
Herr Nils Busch-Petersen
Hauptgeschäftsführer
Hohenzollerndamm 184
10713 Berlin